Daniele Ganser: Corona und die Angst + Kommentar

- zuletzt geändert am 18.November 2020

Du siehst einen Film. Du schaust Nachrichten. Du hörst einen Song. Du liest ein Buch. Es passiert. Die Geschichte nimmt ihren Platz in deinen Gedanken ein und dich gleich mit.

Wir haben Gedanken. Wir sind aber nicht unsere Gedanken!

Das Gehirn hat keine Möglichkeit zu unterscheiden, denn jede Geschichte – gelesen, gehört – wird als gleich „wahr“ eingestuft. Es ist stets IN-FORMation. Nervenzellen erstellen für jede Information einen Weg im Gehirn. Je öfter diese Information aufgenommen wird, desto mehr ist auch der Weg ausgebaut. Aus einem anfänglichen Trampelpfad wird so eine hell erleuchtete Superautobahn: Die Macht der Wiederholung wiegt mehr als alle Fakten. Über Propaganda wird diese Erkenntnis machtpolitisch genutzt. Massenmedien bieten in unserer Zeit am leichtesten ein Feld zur eigenen Forschung zu diesem Thema.

Setzt man sich mit den Gedanken im eigenen Kopf gleich, fühlt man sich sehr schnell von Menschen mit abweichenden Gedanken bedroht. Je stärker die Abweichung, desto höher das Gefühl der Bedrohung. Einige Themen mit Sprengpotential seien hier genannt: Impfen, Wettermanipulation, BRD-Scheinstaat, Die Grünen und Pädophilie, Klimarettung und CO2 und nun das Finale: Covid-19 / Diktatur / Armut.

Fühlt sich ein Mitmensch von den selbst geäußerten Gedanken angegriffen, ist es wichtig dies zu erkennen. Jede Angst hat ihren realen Hintergrund und auf der emotionalen Ebene gibt es keinen Unterschied zwischen den unterschiedlichen Ängsten. Angst vor Erregern, Angst vor Diktator, Angst vor Armut, Spinnen, Höhenangst… hinter allen Ängsten steht die Angst vor dem Tod, so Ganser. Ich selbst neige eher zur „Angst vor dem Unbekannten“, also vor alledem, was der Verstand nicht fassen, nicht projezieren kann.
Meditation kann ebenso hilfreich sein zur Angstauflösung wie Lachen, Entzücken, Hingabe, kurz: Das Leben im Moment. Der Tanz des Seins. Ich weiß, auch ich sollte dies viel öfter tun. Es ist erfrischend, verjüngend, versöhnend, einfach lebensecht und wunderschön. Es immunisiert gegen jede Art von Manipulation.
(Darüber hinus, und das hatten wir kürzlich im Video von Harald Kautz-Vella, gibt es den noch kürzeren Weg, einfach in die volle Verantwortung für das eigene Leben zu gehen. Ängste lösen sich dabei ganz allein auf.)

Die Auflösung der Identifikation mit den Gedanken / mit dem Verstand ist grundlegend wichtig für die Fähigkeit, in den Gedanken zu tanzen. Dann wird aus dogmatischer Identifikation, die in Fanatismus abgleiten kann, eine spielerische Haltung, in der Gedanken nur Gedanken sind, ganz frei vom Anspruch auf die alleinige Wahrheit. Alles wird wieder möglich, jeder andere Gedanke, jeder andere Mensch, ist wieder gleichermaßen erlaubt wie man selbst.

Ich weiß nicht, wie es dir beim Lesen dieser Zeilen geht. Für mich klingt es wie ein gutes Rezept für einen ersten Schritt hin zum Weltfrieden.

Und Daniel Ganser bringt es gewohnt frisch, einprägsam und leicht verständlich herüber. Bei etwa 1h 20min wird es besonders unterhaltsam. Da geht es um die Manipulationsversuche im Kopf beim inneren Dialog, dessen Ursprung ich gern „Flieger“ nenne, abgelehnt an von C. Castaneda vermittelte Femdbewusstsein einer kosmischen, nicht-physischen Lebensform. Doch auch „ganz normal irdisch“ gelingt der Versuch, der „Tanz in den Gedanken“. Auf das Freisein vom Einsteigen in den vorbei rauschenden Gedankenstrom folgt der wunderbare und heilsame Effekt, ganz im Hier und Jetzt zu sein.

Produkttip: Wenn dir das Manöver des inneren Loslassend nicht gelingen willt oder andere, äußere Überreizungen wie E-Smog dich dabei stören, empfehle ich dir die MSQ-Produkte als energetische Unterstützung.

Daniele Ganser: Corona und die Angst


Text vom Kanal Idealism Prevails (8090 Abonnenten):

Am 29. Oktober 2020 kam der renommierte Schweizer Historiker & Friedensforscher Dr. Daniele Ganser für eine viel beachtete Vortragsreihe nach Wien.
Wenige Tage vor der Verhängung des 2. Corona Lockdowns in Österreich entschloss sich Dr. Ganser aus aktuellem Anlass den Schwerpunkt seines Vortrags dem Thema des Jahres 2020 zu widmen:

„Corona und die Angst“

Zu Beginn benennt Dr. Ganser u. a. die zentralen 3 Ängste unter denen die Menschen weltweit 2020 gelitten haben und nun wieder massiv leiden:

– Die Angst vor dem Coronavirus
– Die Angst vor der Armut
– Die Angst vor der Diktatur

Dr. Ganser betont, dass man alle diese 3 Ängste Ernst nehmen muss und dass es nicht darum gehen kann und darf diese Ängste gegeneinander aufzuwiegen, zu bagetillisieren oder klein zu reden. Der Historiker erklärt, dass all diese drei Ängste die Urangst des Menschen triggern und zwar:

– Die Angst vor dem Tod

Er erinnert an die Medienberichterstattung im März & April 2020 als immer und immer wieder martialische und lebensbedrohende Videos aus Krankenstationen gezeigt wurden. Ebenso traumatisierend waren die Bilder von Kühlwägen, die Leichen von kürzlich Verstorbenen vor Krankenhäusern aufbewahrten, weil die Leichenhäuser voll waren, und von Särgen, die z.B. durch fast ganz Italien gefahren wurden, da die Friedhöfe & Krematorien mit den (Feuer)bestattungen in einzelnen Regionen nicht mehr nachkamen.

Diese Bilder und Videos sind selbst den hartgesottensten unter uns massiv eingefahren und haben entscheidend dazu beigetragen, dass die Bevölkerung in zahlreichen westlichen Ländern den 1. Corona Lockdown weitgehend ohne Widerspruch mitgetragen hat.

Der 1. Lockdown bewirkte aber auch sehr bald, dass auch die Angst vor der Armut und die Angst vor der Diktatur massiv anstiegen, denn global verloren dutzende Millionen Menschen ihre Arbeit, Ihr Einkommen und damit Ihre wirtschaftliche Existenzgrundlage und die Grund- & Freiheitsrechte wurden in fast allen Staaten der Welt de facto über Nacht massiv eingeschränkt.

Dr. Ganser erklärt in weiterer Folge, dass diese verschiedenen Ängste die für uns selbst unsichtbaren eigenen Nervenzellen massiv belasten.

Der Schweizer Wissenschaftler erinnert daran, dass unser Gehirn ein Wunderwerk ist, denn es wiegt nur wenig mehr als ein Kilo und besteht aus über 100 Milliarden Nervenzellen, die über Synapsen miteinander verbunden sind. Man kann sich das menschliche Gehirn wie ein Strassennetz vorstellen, das sich durch die permanente Wiederholung einer Botschaft (z.B. der 3 oben genannten Coronaängste) aus anfänglichen Trampelpfaden binnen kurzer Zeit zu einer Autobahn entwickelt.

Neuronen, die zusammen feuern, verknüpfen sich auch („neurons that fire together wire together“) ist die wissenschaftliche Erklärung dafür.
Dr. Ganser zitiert dazu die Arbeiten von Prof. Gerald Hüther zur Neuroplastizität der festhält, „dass unser Gehirn … zeitlebens umbaufähig, also lernfähig bleibt.“

Der Friedensforscher Dr. Daniele Ganser empfiehlt daher sich gerade in diesen schweren Zeiten immer wieder aufzuzählen was alles gut ist, denn das verknüpft die Nervenzellen neu und erleichtert Inneren Frieden zu finden.

Anhand der Brutkastenlüge aus dem 1. Irakkrieg 1990 und der Lüge der USA 2003, dass der Irak Massenvernichtungswaffen besitze und für die Anschläge am 11.September zumindest mitverantwortlich wäre, die als Vorwand für den 2. Irakkrieg verwendet wurde, macht Dr. Ganser deutlich wie perfide die Mechanismen der Kriegspropaganda auf uns wirken und dass es daher besonders wichtig ist nicht alles zu glauben was man augrund von Medienkonsum denkt.

Der Fall des Spiegel-Journalisten Claas Relotius, der unzählige Geschichten frei erfunden hat, zeigt zudem, dass Texte unseren Gedanken lenken können und belegt, dass wir nicht unsere Gedanken sind. Es ist daher sehr wichtig uns selbst & anderen gegenüber stets achtsam zu sein.

Um diese Achtsamkeit zu erlangen ist es wichtig alle seine Gedanken und Gefühle aufmerksam zu beobachten & auch einen Mal Schritt zur Seite zu machen und leiser zu treten.

In weiterer Folge erinnert Dr. Ganser an die großen medial und politsch erzeugten Ängste der letzten Jahrzehnte. So wurde die weltweite Angst vor dem Terror vor allem durch die Anschläge am 11. September in den USA und die Bilder der brennenden und dann in sich zusammenbrechenden Twin Towers in New York ausgelöst. Einige Jahrzehnte zuvor wurde die Angst von den Kommunisten von den USA weltweit geschürt.

Da Menschen bereits Angst empfinden können, wenn sie sich eine gefährliche Situation vorstellen bzw. Ihnen diese medial gezeigt wird, ist es besonders wichtig, den eigenen Medienkonsum sorgfältig auszuwählen und immer wieder auch einmal zu reduzieren und in die Natur zu gehen, um den Kopf frei zu bekommen (digital detox).

Weitere Infos im ausführlichen Blogartikel:
https://www.idealismprevails.at/dr-da…

Bildcredits: Dirk Wächter

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