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Naturprojekt Oase Goldammer

- zuletzt geändert am 9.Juli 2020

Herzlich willkomen auf der Website
unseres Naturprojekts!

Mit einer ca. 8000m² großen Fläche und auf der Glindower Platte gelegen, charakterisiert eine Mischung aus wilden Bereichen mit Wiesen-, Baum- und Strauchbestand, (entstehenden) Wildobsthecken, kultiviertem Gartenland und kleinem Forschungsprojekt dieses Fleckchen Erde.

Durch die in den letzten Jahren zunehmenden Wetterextreme ist es nicht einfach, ohne die üblichen Methoden wie Dauerbewässerung, Düngung und Schädlingsbekämpfung zurecht zu kommen. Weiterhin sind Wühlmäuse und andere Tiere eine zuweilen große Herausforderung. Doch entschädigen irgendwann, wenn man sich durchbeißt, erste Erfolge sowie die wunderbaren Beobachtungsmöglichkeiten an Tieren, die man sonst nicht mehr überall sehen kann. Vielfalt in Flora und Fauna sind uns sehr wichtig. Neben der Schaffung vieler Kleinbiotope – darunter Gartenteich – ist der Einsatz von eigenem Wurmkompost und Kräuterjauchen ebenso selbstverständlich für uns wie der sehr sparsame Wasserverbrauch.
Ich liebe Obst, besonders wenn es gut zurecht kommt. Denn ich lebe die Auffassung: Je unabhängiger, desto gesünder. Lokal typische Wildobstbäume und Sämlinge vermehre ich weiter. Daneben laufen Versuche mit ausgewählten Kulturen aus aller Welt.

Oase Goldammer, parkähnlich angelegte Bereiche mit gewundenen Wege

Einige Bereiche werden nur für kleine Wanderungen durch die Oase häufiger gemäht. Insgesamt sind die meisten Wege gewunden angelegt, es gibt nur wenige geradlinige Wege.

Nachhaltigkeit, Respekt und Liebe für die Natur tragen ebenso wie der Wunsch nach einer zumindest teilweisen Selbstversorgung mit gesunden Naturprodukten als Leitbilder unser Naturprojekt.
Grundsätzlich wird nach einigem Hin und Her bei uns kein Lebewesen mehr bekämpft. Eher gehen wir immer konsequenter den Weg der Kooperation mit der Natur und lassen uns dabei auch von jenen Tieren leiten, die als „Schädlinge“ eigentlich nur dann auf sich aufmerksam machen, wenn der Mensch Fehler macht(e). Die Natur ist für mich ein ebenso unnachgiebiger wie wundervoller Lehrmeister.

Dass dabei zahlreiche Kulturen auf der Strecke bleiben, verkraften wir heute besser als zu Beginn vor 10 Jahren. Man lernt viel über das ganze Zusammenspiel so zahlreicher Faktoren. Dabei ist seit Beginn auch der „Klimawandel“ ein Motor für mich selbst, oftmals ganz anders heran zu gehen als die meisten. Doch lohnt sich dieser steinige und alles andere als geradlinige Weg. Das spiegelt sich seit Beginn auch im Anlegen der Wege wider – weltlich und geistig.

Um euch unser Naturprojekt möglichst übersichtlich vorzustellen, habe ich die Inhalte auf zwei Leitseiten mit je einigen inhaltlichen Schwerpunkten aufgeteilt. Ich hoffe, ihr kommt damit gut zurecht.

Für Fragen und Anregungen nutzt ihr am besten die immer am Ende der Seite platzierte Kommentarfunktion.

Viel Freude beim Lesen und mit den Fotos!
Christian

Naturprojekt Oase Goldammer :: Teil 1  |  Teil 2

Naturprojekt Oase Goldammer Teil 2

- zuletzt geändert am 8.Januar 2020

Direktlinks:  Teil 1  |  Teil 2

Dieser Beitrag hat mehrere Abschnitte:

Aufteilung und Nutzung

Kulturbereich und Wildgarten als Partner

Die Fläche ist teilweise eingezäunt und wird innerhalb der Eingrenzung von uns gemischt bewirtschaftet:  Obstbäume,  Wein- und Brombeergestänge, Kastenbeete und Blumen- und Kräuterbeete wechseln sich ab mit Windschutzhecken, Senken und Hügelbeeten. Der Zaun selbst ist teilweise selbst Erntezaun – da gedeihen Hopfen, Wein und Brombeere und bilden nach außen hin zum Teil dichte Schutzhecken, die in Hundsrosen, Flieder, Wildobst und andere Sträucher sowie strauchig gehaltene Bäume übergehen. Diese Bereiche sind Teil des bereits erwähnten Mundraub-Konzepts.

Wildbereiche – Biotope gestalten und sich selbst überlassen

Der nicht eingezäunte Bereich wird etwa zur Hälfte – diese lieg hinter dem Kulturbereich – meist nur einmalig mit Bäumen und Sträuchern gepflanzt und damit die bereits vorhandene Vegetation durch mehr Artenfielfalt aufgewertet sowie die Windschutzfunktion insgesamt verbessert. In diesem Teil finden sich auch scheurere Tiere wie der Dachs und des brütet hier mit Vorliebe der Fasan.
Die andere Häflte liegt weiter vorn, neben dem Kulturbereich und wird nach dem Zupflanzen von Nussbäumen, Obst und Wildobst künftig extensiv durch Mensch und Tier gleichermaßen beerntet, bleibt insgesamt naturbelassene Mischkultur mit geringer Pflege. Die Wiese dort wird nur selten und dann nur partiell gemäht, mit dem Ziel die Artenvielfalt zu erhöhen, besonders im Hinblick auf Blühkräuter und -stauden für Insekten.

Hinter einem der Obsthaine entsteht ein wilder Bereich aus Hecken, Laub- und Nadelhölzern

Auf der anderen Seite wird ebenfalls Natur wachsen gelassen, dort sind einige Einpflanzungen von Streuobst ein geplant

Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft

Grundsätzlich lege ich großen Wert auf naturbelassene Ecken und chemiefreies Arbeiten. Anfangs gab es Ausnahmen mit möglichst schadarmen Spritzungen, wie bei heftigem Befall durch die Kräuselkrankheit am Pfirsich.  Bei Neuzugängen, die noch nicht an den Standort angepasst sind und wo noch keine Unterpflanzungen wirken können, kann das auch heute noch sinnvoll sein.
Mit der Zeit habe ich gelernt, erst einmal in Ruhe zu hinterfragen und zu beobachten, hinein zu fühlen und nicht gleich mit der Kavallerie daher zu kommen, sollte es eine „Plage“ geben. Meist genügt ein gezielter und kurzzeitiger Eingriff an wenigen Pflanzen mit einem hömöopathischen Mittel, einer Kräuterjauche oder eine andere, sanfte Behandlung.
Wie schon beschrieben, setze ich bei Wildverbissdruck inzwischen konsequent auf mechanisches Abschirmen. Und droht ein Wühlmausschaden, setze ich auf Akustische Abwehr und die Förderung natürlicher ‚Fressfeinde‘.

Eine Bewässerung findet nur im Kulturbereich, bei Bedarf und sehr sparsam statt. Es wird viel kompostiert, gemulcht und überhaupt anfallendes Naturmaterial möglichst vor Ort weiter verwendet. Nötige Einrichtung, Werkzeuge und Baumaterial werden, wenn möglich und sinnvoll, gebraucht oder „upcycled“ verwendet. So steht manches Hochbeet auch nach Jahren noch immer funktionstüchtig und besteht dabei aus uralten Wellplatten aus der DDR-Zeit. Und Schwiegerpapas guter, alter Spaten ist heute noch deutlich besser als der aus dem Baumarkt.

Der Astschnitt links wird für den Verbissschutz an Pflanzungen im Wildbereich genutzt.

In meiner kleinen Baumschule ziehe ich Sträucher und Bäume auf. Ein Teil wird im Wildbereich ausgepflanzt.

Weiden und Haseln bilden mit der Zeit eine Grundlage für eigene Flechtmatten und Flechtware. Nadelbäume bieten später Weihnachtsschmuck und Anfeuerholz. Der Bestand an selbst vermehrten einjährigen und mehrjährigen Pflanzen steigt weiter an. Es werden Nützlinge gefördert wo es geht und entsprechende Lebensräume geschaffen – siehe: Leitbilder -> Permakultur.

Ein Teil zu dicht stehender Bäume wird herunter geschnitten oder ab und zu ganz heraus genommen. Das anfallende Schnittmaterial findet direkt vor Ort Verwendung, etwa für Zaunreparaturen, für Totholz-Hecken oder um Neupflanzungen vor Wildverbiss zu schützen. Dickeres Holz und Wurzeln findet sich auch in Totholzhaufen zur Schaffung weiterer Kleinbiotope wieder. Die Nutzung als Brennholz ist derzeit eher eine Ausnahme.

Zu groß ausufernde Brombeerhecken werden zurück geschnitten, solche an nicht erwünschten Stellen entfernt.
Mäuse und Vögel verbreiten viele Samen, was für die Biotopentstehung oftmals hilfreich ist, doch nicht immer. Aufgefundene Neophyten, die sich unkontrolliert vermehren könnten, werden entfernt.

Gartenteich

Gleich zu Anfang wurde im Herzen des Kulturbereichs ein kleiner, fischfreier Gartenteich angelegt und dabei das Konzept eines Naturteichs umgesetzt: Leicht zugängliche Ufer für Kleintiere, artenreiche Wasser- und Randbepflanzung,  teiloffene Wasserfläche. Nahe Sträucher und Hecken bieten Unterschlupfmöglichkeiten und schützende Anflugplätze für Singvögel.

Seitdem und natürlich auch durch die Schaffung vieler weiterer Kleinbiotope explodierte geradezu die Artenvielfalt und Jahr für Jahr kommen immer noch neue Arten dazu. Auch die Windschutzpflanzungen von vor 8-10 Jahren bewirken inzwischen viel.

Am Teich tummeln sich neben Groß- und Kleinlibellen, Geldbrandkäfern und unzähligen Wild- und Honigbienen ab und zu auch junge Ringelnattern. Ein Stockenten-Päärchen  beehrt uns Jahr für Jahr und schenkt uns niedliche Kükenfotos, die unsere Wildkameras einfangen.  Manchmal steht ein Reiher vor dem Teich, der aber nie lange bleibt.

 

Algensammeln für  direkte Biodüngung oder als Kompostbeigabe

Erdkröten verstecken sich tagsüber gern

Eine ganz junge Erdkröte auf ihrem Weg in ein neues Leben

In den ersten Wintern fror der Teich ordentlich ein.

Entenfamilie

Jungfasane

Plattbauch, eine Großlibelle

Eine Kleinlibelle im Giersch, der am Teichrand wächst

10 Jahre Transformation

Durch unser Engagement konnten wir so seit 2009 aus dem einst öden Stückchen „Brandenburger Queckensteppe“ zahlreiche Biotope mit wachsender Artenvielfalt, nachhaltig bewirtschaftete Kulturbereiche sowie einen sich selbst weitgehend überlassenen Wildbereich mit wachsender Artenvielfalt schaffen.

 

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Herausforderungen

Aller Anfang ist schwer, wenn man nicht als Kind von Bauern aufgewachsen ist. Umso mehr wurden wir von Anfang an geprüft, wie viel Liebe dafür in uns steckt.

Haltet den Dieb!
In den ersten Jahren wurde mehrfach eingebrochen und Werkzeuge, Pflanzen und sogar biologische Dünger wurden gemopst. Das verursachte ziemliche Bauchschmerzen. Mit der Zeit lernten wir offensiver an die Sache heran zu gehen, knüpften lokale Kontakte, beschilderten die Eingänge, der Zaun wurde öfter geprüft, wir rüsteten mit Überwachungstechnik auf – nicht billig aber wirklich sinnvoll. Und es gibt ein nettes Addon: schicke Tierfotos. So sahen wir natürlich auch, wenn (unerlaubt) Hunde ins Gebiet vordrangen, von allzu neugierigen Schweinchen auf zwei Beinen ganz zu schweigen. Seit dem Umbau der Einfahrt mit mehr Pufferzone hat sich auch das gebessert. Und wertvolle Geräte und Utensilien werden grundsätzlich nicht im Garten aufbewahrt.

Bleib bei Herrchen…
Anfangs kamen sie und gingen, wie es Herrchen oder Frauchen gefiel, doch das verträgt sich schlecht mit brütenden Fasanen und anderen schützenswerten Tieren. Die Arbeiten am Verbissschutz musste ich also ausweiten und die noch übrigen, freien Durchgänge mit Schildern und weiteren Kameras bewaffnen und et voilà ! Nun bleibt draußen, was keine Miete zahlt.

Setzt die Segel!
Wind, mehr Wind und… noch viel mehr Wind. Die exponierte Lage mit anfangs nahezu null Windschutz machte zahlreichen Pflanzungen, aber auch uns zu schaffen. Die anfängliche Verlustrate in den Obstpflanzungen war durch Temperaturschwankungen, besonders im Frühling, gar nicht lustig. Fällt der Wind mal aus, heizen sich windgeschütztere Bereiche sehr schnell auf. Spätfröste hauten so in manchen Jahren gleich Dutzende (Obst)Bäumchen um. Im Zusammenspiel mit dem eh schon nervigen Klimawandel ergeben sich wichtige Fragen für die Sortenwahl und, wie unter „Permakultur“ beschrieben, wichtige gestalterische Aspekte.

Es schleimt, es frisst, es reicht.
So gern mal 20-30 Nacktschnecken pro m – Erinnerungen an Filme aus den 80ern àla SLUGS kommen hoch. Die ersten Gartenjahre waren sehr verschneckt. Nach einem Sommerregen barfuß ging gar nicht; es war das reinste Schleim-Minenfeld. Die Nacktschnecken lutschten beinahe alles von uns Gepflanzte an oder weg, inklusive Obstbäumchen und sogar den Echten Salbei (!). Heute, im Rückblick auf diese Erlebnisse, können wir darüber lächeln. Damals fanden wir es allerdings wenig lustig und es dauerte einige Jahre, bis durch regelmäßige Maht, das Anwachsen der Krötenpopulation und manchen Gärtner-Trick das Gebiet quasi „entschneckt“ wurde. Heute leben die Schnecken als natürlicher Partner in Balance zum sich wandelnden Ökosystem.

Neulich im „Wilden Eber“ …
Wenn man auf 140 Meter Bäume für den Wildbereich pflanzt und nach zwei Jahren stehen noch weniger als ein Dutzend, dann kommen neben dem Frust auch dringende Fragen auf. Tschipfel, häh? Der anhaltend hohe Verbissdruck zwang mich frühzeitig umzudenken. Wie die Förster es so machen, mochte ich aus Kostengründen nicht und Sepp Holzerz Vorschlag àla „Pflanze mehr, dann sinkt der Druck“ funktionierte leider nicht. War es nicht das Mäuschen, war es das Kaninchen und war es das nicht, kam ein Reh und hatte das keine Zeit, war die Erde aufgewühlt und einst gesunde Jungbäume lagen in der Gegend herum: Rudi Rüssel war sich schubbern oder „fegen“, wie es im Fachjargon heißt.
Die Lösung kam mir durch Nachdenken und Ausprobieren: Als kleine freche Maus will man sich nicht das Schnäuzchen piksen und als borstige Wildsau oder scheues Rehlein nicht die Beine verrenken. BAM! Das ergab eine mechanische Abwehr mit dem, was vor Ort vorhanden ist: Brombeerschnitt eng um den Stamm und möglichst sparrige Äste weitläufiger um die Pflanzungen herum platziert, das geht. Macht Arbeit, ist aber dank Materialbeschaffung vor Ort sehr kostengünstig und über Jahre effektiv. Hier und da kann ein Sturm schon mal ein paar Äste umwehen, vor allem dann, wenn noch Laub dran ist. Mehr ist aber meist nicht nachzubessern. Habe ich keine Brombeere zur Hand oder auf das dornige Zeug keine Lust, setze ich am untersten Stammteil auch mal eine sogenannte Baumspirale ein. Die halten die kleinen Nager ebenfalls prima fern. Womit wir bei einem anderen Thema sind: Subterranischer Terrorplüsch.

Nicht alles Gute kommt von unten. Scher dich weg!
Wühlmäuse oder Schermäuse können auch bei uns richtig fiese Terroristen sein, denen ich von Anfang an viel Aufmerksamkeit, Geduld und Arbeit widme. Denn eines war immer klar: Auch Wühlmäuse sind nützlich und haben ihr Recht auf ein gutes Leben. Eine Weile war es sehr ruhig, es gab so gut wie keine Probleme, selbst in offenen Möhrenpflanzungen holten die Mäuse sich ihren verabredeten Anteil und dann war gut. 2017/18 änderte sich das und es gab wieder erste Opfer unter Obstbaumpflanzungen und vom Möhrenbeet blieben uns noch einige Blätter.
Hier helfen, will man nicht vergasen oder töten, anscheinend nur Geduld und Kreation. Einmal greifen die Biotope immer besser: Es kommen 2-3 Katzen täglich zum Teich und manchmal legen sie ihre Beute als Zeichen der Freundschaft auf einen Weg oder in eine Sitzecke – jummy. Da kann schon mal eine fette Wühlmaus dabei sein. Weiter leben Wiesel und andere Marderarten im Gebiet und räumen auf. Die Füchse bleiben meist draußen, sorgen dort aber sicher für ein Gegenspiel. Zahlreiche Bussarde und einige Falken fühlen sich seit Jahren wohl und sehen gut genährt aus. Die neu angebrachten Greifvogel-Sitzstangen sollen als zusätzlicher Anzreiz dienen. Das regelmäßige Abmähen der gefährdeten Bereiche macht es den natürlichen Mausfressern auf jeden Fall leichter, an ihre Beute zu kommen.
Doch das alles hindert manche Maus nicht daran, völlig unentdeckt und urplötzlich – meist mitten im Winter – einen Jungbaum in einen Zahnstocher für Elefanten zu verwandeln. Die auf dem Markt so erhältlichen Sachen wie Summer und Brummer mit Batterien haben bislang leider versagt. Giftköder, Fallen und auch Karbid sind nicht mein Fall.
Belibt nur noch eines: Akustische Abwehr. Es muss so sein, dass sie Mäuse nicht wieder kommen WOLLEN.
Akustische Abwehr, Geräuschabwehr gegen Wühlmäuse: Effektiv, wenn gewusst wie!
Es gibt im Handel bestimmte Geräuschgeneratoren mit Batteriebetrieb, die leider nichts brachten („Wühlmausschreck“ oder so). Eingegrabene Flaschen mit und ohne Windrad, na ja nett, aber umsonst.
In diesem Jahr (2019) griff ich eine alte Idee in die Richtung „Geräuschabwehr“ wieder auf und machte Fortschritte. So habe ich etwas konstruiert, das seit dem Teststart im Juni erfolgversprechend wirkt. Einmal installiert, hat man bei voller Wirksamheit Ruhe, ohne Strom, jahrelang. Es braucht nur etwas Wind, mehr schadet aber auch nicht – es ist leicht, doch sehr stabil. Über den Winter teste ich meinen Wühlmausschreck an bereits befallenen Neupflanzungen und weiterhin in schon befreiten Bereichen weiter.

Wildkamera-Aufnahmen:

Jagdfasan-Päärchen

Wildkaninchen

Junges Rotwild

bitte anleinen!

Häh… ein Nusshäher? ;)

Neuntöter (Männchen)

Rotfuchs

Auch die Drossel mag unsere MSQ Devara

Waschbär am Teich

Fiep… ein Erdbeerdieb

Junger Fuchs

Dachs

… miau??

Mauswiesel am Teich

Fazit

Fasse ich all diese Herausforderungen der ersten 10 Jahre zusammen, habe ich vor allem das gelernt: Jeder Standort ist anders und Bücher und Ratschläge können den eigenen Lernweg nicht abnehmen. Anfangs wurde die „was alles NICHT geht“ – Liste immer länger, inzwischen haben wir einiges ganz gut drauf und wir lernen immer weiter dazu. Dabei muss man auch schon mal über den Tellerrand schauen und Neues ausprobieren.

So lernte ich neben den konventionellen Grundlagen etwas über Wärmefallen, Mikroklima, Humuskreislauf, Wurmkompostierung, Geomantie, Homöopathie für den Garten. Der intuitiv arbeitende Teil in mir eröffnete mir die Kommunikation mit Devas (Tier- und Pflanzengeistern) und das fühlige Erkennen geeigneter Pflanzplätze – das geht dann schon in Richtung schamanischer Arbeitsweise. Das kann den rational planenden Gärtner in mir ziemlich heraus fordern.

Es lohnt sich jedenfalls immens, der Natur zuzuhören und von ihr als besten Lehrmeister zu lernen; es spart viel Kummer, Zeit- und Geld.

 

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Projektumfang

Neben den meist einmaligen Arbeiten für das Gestalten und Bepflanzen neuer Biotope fallen jährliche Arbeiten in verschiedenen Bereichen und zu teils anderen Jahreszeiten an.

Hier werden NICHT die im Kulturgarten übliche Gartenarbeiten wie pflanzen, wässern und düngen, ernten, Obstbaumschnitt etc. aufgeführt.

  • Unterhalt einer kleinen Non-Profit-Baumschule, die Pflanzungen für den Wildbereich, vor allem Bäume und Wildobsthecken, bereit stellt.
  • Gartenbau und Baumschule
    • Sortenprüfung und -selektion von ausgewähltem (Wild)Obst im Zuge des Klimawandels und für die Region
    • praktische Forschung für die sanfte Regulierung und Abwehr von „Schädlingen“ im Garten, vor allem Wühlmäuse, Ameisen, Blattläuse mittels Lebensraumgestaltung, Pflanzengemeinschaften, technischer Vorrichtungen und homöopathischer Mittel
    • Feldversuche für wühlmaussichere und dabei kostengünstige Hochbeete
    • Konzeption und Realisierung eines Regenauffangsystems in Kombination mit IBC-Tanks, sowie die Errichtung eines mehrere m³ fassenden unterirdischen Auffangreservoirs, um über die regenreichen Herbst- und Wintermonate das Regenwasser zu speichern und so im Sommer wertvolles Brunnenwasser zu sparen. Dazu gehören dann ebenfalls verschiedene Siebe, Filter sowie eine (möglichst solarbetriebene) Pumpe für die Wiederentnahme im Sommer.
  • allgemeine energetische Unterstützung von Bodengesundheit und Lebensenergie im Bereich und in der Atmosphäre, das wird durch unsere MSQ-Produkte realisiert
  • Kontrollgänge und allg. Pflegearbeiten an Pflanzungen, darunter große wilde Brombeerhecken und Baumbestände
  • Schaffung weiterer Rückzugsecken mittels Steinhaufen, Totholzecken, Strauch- und Unterholz-Pflanzungen als Rückzugsort für viele Tiere
  • der weitere Aufbau und Ausbau von Wildobst- und Erntehecken, teils auch frei für Wanderer zugänglich -> der Mundraub-Gedanke siehe mundraub.org
  • händische Maht von Wiesen auf Teilflächen und Förderung der Vielfalt an Blühkräutern und -stauden unter Berücksichtigung von Schutzzeiten
  • maschinengestützte Maht im Kulturbereich
  • Einsaat und Pflege von für die Bodengesundheit sowie für Bienen und Schmetterlinge wichtigen Pflanzenmischungen
  • Teichpflege und Bereitstellung weiterer Tränken für Singvögel
  • Wartung der Zäune
  • Wartung der Verbissschutzanlagen
  • Kontrolle der Pflanzungen auf Wühlmausschäden, Errichtung / Erweiterung und Prüfung der Sperrzonen
  • Kauf / Bau, Pflege und Kontrolle von Nistkästen, Insektenhotels, Hornissenhöhlen, Wildhecken, Bodenbrüterzonen, Greifvogel-Sitzstangen
  • Feldforschungsnotizen führen, sortieren, archivieren
  • und vor allem eines… ganz viel Freude an allem haben :)

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Ein Traum wird Stück um Stück lebendig… und die Kosten?

Auch ein Naturprojekt braucht natürlich entsprechende Ausrüstung, Zeit, Know-How und nicht zuletzt auch finanzielle Mittel. Umso mehr, da ein nicht unbedeutender Teil von Anfang an gemeinnützig ausgelegt ist.

Ein Teil dieser Mittel wird aus den Gewinnen meines Versandshops (meinseelenquell.de) aufgebracht. Darüber hinaus haben wir bisher fast alles aus eigener Tasche finanziert. So mancher Urlaub und andere Dinge blieben dabei auf der Strecke – Zeit umzudenken!

Gemeinsam ist es leichter- unterstütze uns !

Ob Saatgut, Werkzeug- und Gerätewartung, Bau- und Pflanzarbeiten… mit einer schon kleinen Spende kannst du uns helfen, weiterhin die Natur, die Mundraub-Idee und weitere, gemeinnützige Konzepte zu realisieren und auszubauen. Auch planen wir Möglichkeiten, wie wir unser Wissen praktisch an andere Menschen weiter geben können.

Es gibt einige Möglichkeiten:

  1. Überweise deine Geldspende auf unser extra eingerichtetes Paypal-Spendenkonto: auf paypal.me/oasegoldammer
  2. Materialschenkungen und günstige Lagerbestände können auch helfen. Was gerade benötigt wird: siehe Bedarfsliste weiter unten.
  3. Kauf ein über meinen Shop auf meinseelenquell.de – hier findest wertvolle energetische Produkte für die Harmonisierung von E-Smog, die Wasserbelebung und vieles mehr. Ein bedeutender Teil der Einnahmen fließt ins Projekt „Oase Goldammer“.
  4. Hilf, unser Naturprojekt bekannter zu machen und somit weitere potentielle Förderer zu finden.

Ganz vielen Dank für dein Interesse und vorab für deine Unterstützung !!

Unseren bisherigen Unterstützern, die uns finanziell oder mit Lieferungen von Pflanzen und Materialien bereits geholfen haben, danken wir von Herzen. ohne diese Hilfe wäre einiges noch nicht erreicht.

Derzeite Dankmöglichen:

  • Nennung auf unserer Website als Sponsor des Naturprojektes mit Link zur Website

Bedarfsliste, Stand 2019/12

Bei Abholung ist für mich i.d.R. ein Umkreis von max. 20km um Werder (Havel) sinnvoll, da nur kleines Auto und kleiner Anhänger. Kommt im Einzelfall halt darauf an. Alle relevanten Details und eventuell anfallende Unkosten besprechen wir grundsätzlich vorab.

  • Pflanzen:
    • Setzlinge / Stecklinge von Pflaume, Zwetsche, Pfirsich, Kirsche – am besten Sämlinge aus der 1. Generation, also aus Früchten edler Sorten, oder
    • Setzlinge von Sämlingen alter, wurzelechter Sorten (optimal)
    • Samenmischungen für Blühweise und Bodendoktor
  • Gartenmaterial
    • Rindenmulch und Holzschnitzel
    • Ziegelsteine (auch Abriss), Findlinge / Feldsteine für Steinhaufen
    • Totholz (Stämme, Baumscheiben, Wurzeln)
  •  Baumaterial, Materiallagerung:
    • Zaunpfähle Eiche, Robinie, kesseldruckimprägniert 2,20-2,50m hoch
    • Wildzaun 100m, 2m oder etwas höher
    • EURO-Paletten
    • LKW-Planen und Werbeplanen mit und ohne Ösen
    • Schrauben und Nägel aus Edelstahl und Messing
  • Werkzeuge und Geräte:
    • (gebrauchte) Kettensäge
  • für Kleintierbiotope:
    • 1-2 Hornissenkästen
    • Nistkästen für Blaumeisen und Stare
    • Jungpflanzen / bewurzelte Stecklinge für Wildobsthecken, z.B. Weißdorn, Liguster, Wildpflaume, Schneeball, Kornelkirsche, Mispel…
  • Bewässerung:
    • IBC-Wassertanks 1m³
    • Zubehör für Anschlüsse an IBC-Wassertanks
    • 3/4″ Wasserschläuche neuwertig oder leicht gebraucht bzw. indoor gelagert
  • Bauleistungen + Baufahrzeug oder nur letzteres ausgeliehen:
    • Arbeiten mit kleinem Bagger
    • Arbeiten mit Egge / Pflug auch als Anhänger oder Einachser-Variante

Falls du uns helfen kannst und magst oder Fragen hast, schreib uns!

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Jiaogulan – Kraut der Unsterblichkeit

- zuletzt geändert am 8.Juli 2020

Dieses wunderbare Heilpflanze entdeckte ich noch vor unserem Blogstart 2012, als es noch „Sieben Sterngedanken“ hieß. Irgendwie ging der Beitrag beim Umzug leider verloren und nun, nachdem wir am letzten Wochenende mit dem Setzen weiterer Frühblüherknollen diese sehr arbeitsintensive Gartensaison „offiziell beendet“ haben, gibt es ihn nun neu.

Die ursprünglich aus dem südlichen China stammende, wild wachsende und auch angebaute Heilpflanze „Jiaogulan“ wird wegen ihrer Wirkungsweise auch Kraut der Unsterblichkeit“ genannt. Mit dem wissenschaftlichen Namen Gynostemma pentaphyllum versehen, wird der Jiaogulan der Pflanzenfamilie der Kürbisgewächse zugeordnet.

Jiaogulan im GartenDie Verwandschaft kann man gut erkennen, vor allem dann, wenn der Jiaogulan sich frei ausbreiten kann. Dann nämlich rankt er kürbisartig am und nahe über dem Boden und findet mit seinen Ranken praktisch überall Halt. Allerdings klettert er freiweillig nicht sehr hoch, dazu muss man ihn führen.

In China ist der Jiaogulan seit dem Mittelalter als Heilpflanze bekannt. Bereits vorher dokumentiert, doch eher als Nahrungspflanze empfohlen, hielt die Heilpfanze erst vor einigen Jahren Einzug in die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). Grund dafür ist laut Quellen, dass die TCM aus Zentralchina stammt und der Jiaogulan, der dort erst Einzug hielt, lange Zeit nicht gebührend berücksichtigt wurde.
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Aus der Krise zurück in die Dankbarkeit

- zuletzt geändert am 8.Juli 2020

Es rockt weiter. Nach Turbolenzen im Familiensystem geht es gleich weiter zum materiellen K.o.-Schlag mit mittelbarer und symbolischer Wirkung. Denn wenn im Garten die einzige Wasserversorgung weg bricht, ist das im heißesten und trockensten Sommer seit langer Zeit gar nicht lustig. Anja hat mal nachgeschaut, dieser Sommer ist wohl seit ca. 200 Jahren Rekord. Jedenfalls verabschiedete sich vor einigen Tagen – genauer am Dienstag, genau einen Tag nach der Bestattung für meine Halbschwester – unsere Tiefbrunnenpumpe nach einer halben Stunde Laufzeit, ging einfach aus. Schock; Lebensader des Gartens adè, weil viel zu wenig Regen seit Mai. Dankbarkeit àde. Hallo Frust. Wir wollten doch eigentlich feiern, dass ich ein schwieriges und Kraft zehrendes Familienkapitel hinter mich gebracht hatte. Der erste Wassertank war nicht mal halb aufgefüllt, da ich erst einmal Hecken und Beete versorgen wollte, als sich die Pumpe entschied still zu schweigen. 10 min Wartezeit und noch einmal probiert – nichts. Das haute richtig rein und – 2018 wird das wohl langsam zur Gewohnheit – wieder schnaubte ich dem Universum nur noch entgegen: „Du Arsch. Ich hab die Schnauze voll! Das war’s, ich kündige! Was nimmst du eigentlich?! Admin? ADMIN?! Wie soll man denn, wie geht es denn, dass…“ na und so fort. Heul keuch schnaub krampf. Immerhin 1300 Euro für ein Edelmodell von GRUNDFOS in über 20m Tiefe und dann das. Und unser Brunnenfuzzie? Hat wieder mal keine Zeit, ist ja auch nur ’ne Havarie. Tja, da bleib mal ruhig. Da kamen erstmal Emotionen wie Hilflosigkeit, Frust, Ärger. Ich sah schon alles verdorren, schließlich sind im Wildbereich die ersten jungen Lärchen und Robinien tot, Linde und Esche scheinen zu folgen. In den hecken sind immer mehr Lücken zu sehen, wegen abgestorbener Blätter und Zweige. Das hilft die Kapillarwirkung des Lehmbodens auch nichts mehr; er ist metertief staubtrocken und betonhart.
Was auch immer in diesem Jahr transformiert werden wollte, meine Geduld wurde das diesmal auf jeden fall – in Wut. Echt, es reicht. Verdammte Sauerei. Hört dieser Blödsinn denn gar nicht mehr auf?
Und heute, ich hatte so das Gefühl, es gegen die Vernunft nochmal zu versuchen, springt das Teil frech wieder an – als ob nie was war. So dass ich mich mit meinem schönen, anstrengenden Egoanfall wie ein Vollidiot fühle und Fragezeichen habe, so groß wie Wolkenkratzer. Okay Doc, ich bin soweit, werfen Sie mich in den Jacke. Offenbar will das Universum nur noch eines: Dass ich meinen Verstand verliere.

Soweit der Stand vom Ego aus betrachtet…

… doch nun kommen wir zu etwas völlig anderem. weiter lesen →

Homöopathie im Garten: Feldversuche, aktueller Stand

- zuletzt geändert am 31.Juli 2020
Homöopathie im Garten: Illustration mit Globuli

Homöopathie im Garten

Giftfrei im Garten zu arbeiten ist für mich beinahe selbstverständlich und ich setze etwas härtere Mittel wirklich nur ganz selten ein, wie etwa beim Pfirsich (Details weiter unten). Selbst und biologische Gifte sind und bleiben Gifte. Es gibt zum Glück einen anderen, sanfteren und vollkommen giftfreien Weg, im Garten lenkend und korrigierend einzuwirken. Dabei ist Korrektur eigentlich nur nötig, wenn durch Kulturfehler Pflanzen bereits geschwächt sind. So steht es wohl in jedem vernünftigen Lehrbuch. Doch manchmal ist das nicht so einfach und durch Wetterextreme wie die Trockenheit und Hitze dieses Jahr oder auch unfreiwiligge Fehler können Schwächungen hervorrufen, die nur vorrübergehend sein können. Hier kann neben allgemeinen Maßnahmen die Homöopathie im Garten sinnvoll sein.

Seit letztem Jahr führte ich Dutzende Versuche zur Behandlung mit homöopathischen Mitteln im Garten und auf dem Fensterbrett durch, wobei ich bisher ausschließlich klassische Mittel, also Globuli nehme.

Auf diese Idee kam ich über Britta Maria (Klangraum Freiamt) und das Buch von Christiane Maute: Homöopathie im Garten. Seitdem notiere ich für wichtige Versuche im Gartentagebuch, um den Überblick zu behalten. In diesem Beitrag gebe ich dir, ergänzend zum ersten Beitrag dazu, einen Überblick über einige Versuche.

Übersicht über die Versuche mit der Homöopathie
an Pflanzen im Garten und an Zimmerpflanzen:

  • Ameisen, mit Blattlauskolonie an Pflanze und Ameisennest
  • Blattläuse an Pflanzen, auf Fensterbrett, im Büro und im Garten
  • Schnecken an Jiaogulan und Radieschen
  • Tomate und Tomatenfäule
  • Pfirsich und Kräuselkrankheit
  • Birne und Gitterrost
  • Apfel und Echter Mehltau weiter lesen →

Der Mai hat es in sich…

- zuletzt geändert am 8.Juli 2020
Honigbiene auf Blüte einer Wildrose

Honigbiene auf Blüte einer Wildrose

… und das sowohl auf individueller Ebene als auch im Wetter. Gleich Anfang Mai ging es nach bereits heftigen Vorwehen, die über Wochen sehr intensive Emotionen mit sich brachten, noch einmal richtig zur Sache, was eigene Themen betrifft. Da waren ungeahnte Baustellen ins Bewusstsein zu rücken, Rückschläge in Erfolge zu verwandeln und alte Verträge entgültig aufzugeben, diesmal ohne auch nur das kleinste Hintertürchen. Baustellen im Umfeld, die 2016 liegen geblieben waren, wurden reaktiviert und neu in Angriff genommen, diesmal ohne zweckfremde Zartheit und ohne Aufschub. Alles oder nichts: du weißt was du willst und lässt es d’rauf ankommen. Der Intuition wird ohne Zweifel vertraut und jede Entscheidung bewusst und zielklar getroffen. Für mich als im Wasserzeichen Krebs geborenes Menschenkind ist das ein langer und harter Weg dahin gewesen. Fazit: Raus mit Idioten aus dem Leben, sie machen nur krank und schließen energetisch kurz. Keine Diskussionen mehr, nur noch Konsequenzen. Karma? Ich bin das Karma. (Huah, kleiner Scherz, obwohl…)

Die Einladung an die Freude

Kaum ist der Schleiher der ungesunden Kompromisse nun quasi weg gebombt, zeigt sich die tiefe, innere Fähigkeit zur bedingungslosen Freude am Da-Sein wiederum auffällig farbenfroh und aspektreich. Jeder Vogel, jeder Schmetterling, jedes aufrichtige Wort und jede Minute mit Freunden verbracht zeigt mir, dass das Leben so viel mehr zu bieten hat als Grabenkämpfe um „Wahrheiten“. Mit Fakten kann ich eh wesentlich besser arbeiten. weiter lesen →

Kleiner Frostgruß aus dem Garten

- zuletzt geändert am 8.Juli 2020

Auch an grauen Tagen kann die Natur so schön sein. Das zeigt sich dann zum Beispiel an der fragilen Schönheit des Frostes.

Hier sind neun Bilder von heute aus unserem Garten. :)

weiter lesen →

Homöopathie im Garten – Schnecken, Ameisen, Blattläuse u.a.

- zuletzt geändert am 31.Juli 2020

Über die Homöopathie bei Pflanzen und Christiane Mautes fantastisches Buch „Homöopathie bei Pflanzen“ habe ich bereits berichtet und seit einiger Zeit weite ich meine Versuche auch auf „Schädlinge“ wie Blattläuse, Ameisen und Nacktschnecken aus. weiter lesen →

Danke für die Fülle, ganz im Einklang mit der Natur

- zuletzt geändert am 8.Juli 2020

danke, dass du in meinem Leben bist :)

Zwischen all den gerade 2015 und 2016 doch sehr herausfordernden Entwicklungen, Ereignissen und Energien, erschütternden Dekarnationen und auf mich geradezu verhöhnend wirkenden machtpolitischen Bühnenstücken und Wettermanipulationen ist es stets die Dankbarkeit, welche mir nicht nur hilft, aus der Egofalle des „das kotzt mich so an“ wieder in meine Zeitlinie der Lebensfreude und Leichtigkeit zurück zu finden. Auch spiegelt sich eben das auch im Himmel über mir, was immer mehr Leuten so zu gehen scheint.

Während die seit September Nacht für Nacht über die Astralebene wahrgenommenen „Shiftings“ in eine mir wenig liebe Zeitlinie einiges an Geduld und täglicher Routine zur Korrektur erforderten und erfordern, drehe ich diesen Schlüssel der Dankbarkeit und erinnere mich daran, dass absolut nichts auf dieser Welt und darüber hinaus selbstverständlich ist, jeder erlebte Moment ein Geschenk und selbst das, was nicht gefällt dazu gehört. weiter lesen →

Im Garten ein Unterschlupf für Igel, Wiesel und Co.

- zuletzt geändert am 5.Dezember 2019
Junger Igel, aufgenommen Mitte September in einem wilderen Teil unseres Gartens

Junger Igel, aufgenommen Mitte September in einem wilderen Teil unseres Gartens

Der Igel ist als Schnecken- und Insektenfresser im Garten äußerst nützlich, wichtiger Teil eines gesunden Biotops und … so schnutig. So vermissten wir ihn seit Anfang an und auch unsere Wildkameras nahmen ihn bisher nie auf. Doch neulich, bei einer Abendinspektion im hinteren, etwas wilderen Teils unseres Obstbaumgartens, direkt hinter einem Obstbäumchen, saß überraschend ein Jungigel da. Was ich mich gefreut habe! Schnell bat ich den kleinen Freund um etwas Geduld und eilte nach vorn, das Handy holen und die Bilder sind in der Dämmerung nicht so scharf geworden, doch immerhin.

Gestern haben Anja und ich noch einen Unterschlupf und damit hoffentlich ein gutes Igelversteck für den Winter gebaut. Neben den verschiedenen Holzhaufen und Hecken wird dieses hier hoffentlich auch angenommen. In der alten Teichgrube, in der vor allem Bambus und Farne gedeihen, haben wir über Gestrüpp von alten Ästen und Zweigen einige Pfähle und Bretter gelegt, darüber dann ein Regendach aus einem Teil eines Welldachs vom alten Pavillon. Wir hoffen, es wird angenommen. weiter lesen →

Von der Wildwiese zum Gemüsebeet: ein Plan, Geduld und wenig Arbeit

- zuletzt geändert am 8.Juli 2020
Pappe auf gemähter Wildwiese ausgelegt und mit Ziegelsteinen beschwert

Pappe auf gemähter Wildwiese ausgelegt und mit Ziegelsteinen beschwert (Foto: icke)

Ich liebe die Erschließung neuer Beetflächen, beinahe so wie guten Kompost anzusetzen und mit Staunen die Umwandlung in den wundervollen (Wurm)Humus zu erleben. Und dabei mag ich es, weitgehend oder ganz ohne Maschinen auszukommen und so ganz mit der Natur im Einklang zu arbeiten.

Die Umwandlung von „wildem Acker“ in ein Gemüse- oder Staudenbeet ist auf unserem Land nicht gerade der leichteste Job. „Unkräuter“ wie Sauerampfer, Brennessel und eine Art Riesenquecke machen es auf die Schnelle praktisch unmöglich, mit geringem Aufwand neue Flächen zu erschließen. Da bliebe nur das im schweren Boden sehr mühsame Aufgraben und händische Entfernen aller Wurzeln – hatten wir schon, danke.
Weil das Gärtnern nun auch Freude machen soll, habe ich in den letzten Jahren ausgetüfftelt wie es geht. Das Schöne an dieser einfachen wie effektiven Methode ist, dass die anfallende Mahd wegen ihrer groben und abwechslungsreichen Beschaffenheit sehr gut als Mulchmaterial für junge Bäume und Sträucher und – man staune – sogar samt reifer Samen für den Kompost geeignet ist. Dazu komme ich später. weiter lesen →

Frühlingsblüher im Garten

- zuletzt geändert am 24.April 2016

Schönheit, Freude, Gesundheit – drei Dinge die zusammen gehören.

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Winter-Bilder 2015/02 vom Garten mit Eiskristallen

- zuletzt geändert am 25.Juni 2017

Anja hat neulich wieder richtig schöne Bilder im Garten gemacht und eine kleine Auswahl von Motiven mit Eiskristallen habe ich hier eingestellt.
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Fadenlagen-Algenplage im Gartenteich: Problem gelöst

- zuletzt geändert am 6.Dezember 2019
Gartenteich - Gartenteich - Ambiente mit Blüte einer Teichrose und Randbepflanzung

Gartenteich – Ambiente mit Blüte einer Teichrose und Randbepflanzung (Foto: Christian, 2014)

Problem: Fadenlagen!
Lösungsmöglichkeiten kurz gefasst:
Vor allem ziehen bestimmte Wasserpflanzen den Algen die Nährstoffe weg. Der Nährstoffeintrag durch Falllaub kann mittels Netz im Herbst verhindert werden. Eine Beschattung hilft, da Fadenalgen viel Licht und Wärme brauchen. Aber mein bestes Gegenmittel: Nutzen statt bekämpfen. Die Algen sind ein sehr guter Dünger!

Fadenalgen sind Grünalgen und zeigen eine gute Wasserqualität an. Sie vermehrten sich in unserem im Herbst 2012 neu angelegten Gartenteich im Folgejahr rasant und ich musste alle 2-3 Wochen ordentlich mit der „Algenhexe“ ran (Das Teil ist wie eine schmale Klobürste am Stiel konzipiert, allerdings eleganter in der Anwendung). Die noch im Baujahr eingesetzten Krebsscheren und das Hornkraut vermehrten sich gut, um die Krebsscheren herum konnte ich den Effekt der Nährstoffkonkurrenz gut beobachten, denn die Algen verschwanden nahe den Pflanzen. Leider gab es in den flach angelegten Bereichen wegen der starken Erwärmung fast nur noch Algen und selbst das Pfennigkraut hatte Mühe, sich dort ordentlich auszubreiten. Die Stockenten waren im Juni dann auch weg, die futterten vorher immerhin ganz gut die Fadenalgen weg. Die Bienen mögen es sehr, auf den Fadenalgen zu landen und Wasser zu trinken, also entferne ich die Algen schon darum nie „restlos“. weiter lesen →

Permakultur: Fläche mit dem Hühnertraktor vorbereiten

- zuletzt geändert am 8.Juli 2020
Permakultur - wilde Flächen für Beet vorbereiten - mobiler Hühner-Offenstall

Permakultur – wilde Flächen für Beet vorbereiten – mobiler Hühner-Offenstall

In der Permakultur nutzt man nachhaltige Methoden, die möglichst nicht invasiv das Gesamtsystem verändern und im Idealfall zum Wohle aller „Bewohner“ sind. Auf unserem Landsitz versuchen wir dies so weit wie möglich zu realisieren, kommen manchmal dabei schon an Grenzen der Machbarkeit. Das liegt zum Großteil an unserem beruflichen Alltag, der bisher noch wenig „grün“ ist. weiter lesen →