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Naturprojekt Oase Goldammer Teil 1

- zuletzt geändert am 8.Dezember 2020

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Dieser Beitrag hat mehrere Abschnitte:

 

Gelegen in einer Art Niemandsland zwischen hiesigen Obstplantagen liegen einige Hektar Land, das seit einigen Jahren von drei Parteien bewirtschaftet und kulturell gestaltet wird. Eine dieser Parteien sind Anja und ich, inzwischen „stolze Landbesitzer“. Obwohl wir uns eher als Hüter und weniger als Besitzer sehen.

Die ökologische Insellage sowie der mir bis dahin unbekannte und hübsche wie sympathische Singvogel „Goldammer“ brachte mich übrigens auf die Namensgebung „Oase Goldammer“: Eine Biotop-Oase oder Allein unter Bauern 😉

Das Land auf unserem ca. 1ha großen Stück war vor wenigen Jahrzehnten noch eine Obstplantage, wie bei Bodenarbeiten entdeckte Wurzelreste zeigten. Größtenteils ist der Boden durch den hohen Lehmanteil mittelschwer bis schwer, nur wenige Ecken sind etwas sandiger. Die nicht nachhaltige Bewirtschaftung damals brachte mit Bodenverdichtung und chemischer Keule eine leider sehr einseitige Folgevegetation hervor, dominiert von der nahezu alles erstickenden Quecke, weiter wachsen vor allem Goldrute, Rainfarn und einige wenige Baum- und Straucharten von allein. Die Tierwelt war ebenfalls entsprechend überschaubar in ihrer Vielfalt.

Nach einer monatelangen Maht oder Freigraben von Bodenstellen allerdings offenbart sich ein anderes Bild; die Samen von Mohn, Natterkopf und anderen Pflanzen sind geduldig.

Auf einer Ungeraden zum Glück

Wie wir zu dem Land kamen, ist recht lustig. Seitdem wir dank Anjas Eltern einige Jahre eine kleine Ecke in ihrem Kleingarten bewirtschaften durften und mehr wollten, waren wir auf der Suche nach eigenem Gartenland bislang erfolglos gewesen. Ein Kleingarten kam für uns nicht in Frage, was die Suche erschwerte.

2009 dann endlich zeigte sich ein Silberstreif am Horizont. Die HGW, eine hiesige Liegenschaftsverwaltung, verpachtete einige Flurstücke zwischen Obstplantagen irgendwo hinter Glindow. Auf den Trichter kamen wir durch einen Freund: Eine Pächterin, die er durch das gemeinsame Hobby der Imkerei kannte, zog aus unserer Gegend weg und suchte einen Nachpächter.  Doch das besagte Flurstück sollte nicht unseres werden, da eine Familie schneller war. Eigentlich passte es so, denn durch meine Idee mit der Wurmkompostierung benötigten wir eh etwas mehr Platz. Kurzerhand erkundigten wir uns bei der HGW nach dem noch freien Gelände nebenan. Es wurde ein Pachtvertrag geschlossen und noch im Herbst begannen wir mit der Erschließung.

Allerdings wurde durch ein Missverständnis die Zaungrenze versehentlich zu weit über die nicht klar definierte Grenze zum nächsten Nebengrundstück ausgedehnt, was die ersten Jahre aber niemanden zu stören schien. 2013 sollte sich das ändern. Denn eines schönen Sommertages stand ein Bekannter der Besitzerin des besagten Nebengrundstücks vor unseren Toren und fragte freundlich nach unseren Absichten und erklärte uns den Grenzverkauf. Sprich: Wir hatten deutlich zu viel eingezäunt und das war so eigentlich nicht okay. Doch nach den ersten panischen Herzschlägen kamen wir super ins Gespräch über natürliche Bewirtschaftung, Permakultur, Naturliebe im Allgemeinen. Daraus entwickelte sich zu unserem großen Glück die Gelegenheit, die ebenfalls sehr sympathische Besitzerin persönlich kennen zu lernen und ihr Land noch im selben Jahr zu erwerben. Wir brauchten eine Weile es zu realisieren: Der große Traum von einem eigenen Stück Land und der möglichen Selbstversorgung war buchstäblich aus heiterem Himmel in unser Leben gefallen!

Jetzt ging der ganze Spaß noch einmal von vorn los. Denn dadurch, dass der Pachtstreifen nun  abseits der neuen, echten Grenzen lag, stand ein großer Umzug an: Obstbäume – und sträucher, Kastenbeete, Weingitter, die ganze Struktur samt Wassertanks und Materiallager musste auf unserem eigenen Land Platz finden. Eine neue Einfahrt wurde angelegt. Neue Wege, Windschutzhecken und Kulturbereiche wurden erschlossen und bepflanzt. Das war ein ganz schöner Brocken Arbeit; territorial gesehen fingen wir 2014/15 weitgehend noch einmal von vorn an. Inzwischen – Ende 2019 – sind die meisten Arbeiten dazu abgeschlossen und 10 Jahre nach dem ersten gesetzten Zaunpfahl, blicken wir voller Freude und auch Stolz auf unser kleines Paradies, unsere „Oase Goldammer“.

2009 – unser erstes Jahr:

2019 –  der Bereich wie oben zu sehen, 2016 begannen wird dort mit der Erschließung:

Wilde Ecken, in denen nur selten Pflege stattfindet, sind wichtige Kleinbiotope:

Tierartenatlas 2019:

Singvögel

  • Rotkehlchen, Grünfink, Goldammer, Stieglitz, Bachstelze, Schwanzmeise, Blaumeise, Kohlmeise, Feldsperling, Gelbspötter, Neuntöter, Feldlerche, Amsel, Star, Drosselarten, Schwalben

Greifvögel

  • Rotmilan, Mäusebussard, Turmfalke, Adlerbussard ? (eher fraglich, doch das Päärchen sieht anders aus, erinnert etwas an Steinadler)

Sonstige Vögel

  • Stockente, Jagdfasan, Grünspecht, Buntspecht, Türkentaube, Ringeltaube, Elster, Eichelhäher, Kolkrabe, Krähenarten
  • in der Umgebung noch Graureiher, Wildgänse und Weißstörche, die manchmal auch reinschauen

Säuger

  • Brandmaus, Feldmaus, Scher (Maulwurf), Schermaus (Wühlmaus), Igel, Wildkaninchen, Feldhase, Mauswiesel, Steinmarder, Dachs, Waschbär, Rotfuchs, Rotwild, Wildschwein

Lurche und Echsen

  • Erdkröte, Zauneidechse

Insekten und andere Kerbtiere… die Liste würde zu lang

Dieser putzige Julikäfer ist im siebten Rosenpollenhimmel.

Der extravagante Schwalbenschwanz ist ein vergleichsweise häufiger Gast.

Die Zeiten sind längst vorbei, in denen Maikäfer eine Plage waren. Ich bin froh über solche Momente.

Das zart-fröhliche, glöckchenhafte  Gezwitscher der Stieglitze wirkt wohltuend auf die Seele

Auch die Weinbergschnecke fühlt sich inzwischen wohl.

Die friedfertigen und wunderschönen Hornissen sind jedes Jahr unterwegs und siedeln auch in bereit gestellten Höhlen und Kästen.

Der Kleine Fuchs auf einer Apfelminze

Tagpfauenaugen lieben Seidenblumen

 

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Leitbilder für eine nachhaltige Gestaltung und Nutzung

Wichtige Leitgedanken zur schrittweisen Umwandlung unseres Landes in einen naturnahen Kulturraum fand ich unter Begriffen und in Konzepten wie:

Permakultur – Familienlandsitze – Essbare Landschaft  – Klimawandel

Nachhaltigkeit, natürliche Kreislaufwirtschaft, Miteinander statt Gegeneinander, Erfühlen und Verstehen statt Ego und Dominierenwollen, so könnte ich mein Gesamt-Leitbild auch umreißen.

Dass der Weg dortin kein leichter ist, wirst du weiter unten noch lesen. Doch eine Herzensmission bleibt der Kompass, auch wenn es mal „stürmt und hagelt“. Es braucht auf jeden Fall offenen Geist, Lernbereitschaft, Geduld, Beobachtung und letztlich steht und fällt jeder Erfolg mit dem Verstehen oder Nichtverstehen der lebendigen Prozesse im System. Die Freude am Ganzen und am eigenen Platz in diesem System, diesem Kreislauf,  ist dafür die Basis.

Permakultur

Ob es das Mulchen ist, der Schutz oder die Restaurierung der Humusschicht, die Bodengesundheit allgemein, das Anlegen von mehretagigen Pflanzungen, Senken und Hügelbeeten als Kleinbiotope mit eigenen Mikroklimata, Pflanzengemeinschaften oder das Einbeziehen des ganzen Standorts als lebendiges, offenes System – Permakultur beinhaltet sehr viele Aspekte und es ist kaum machbar, wirklich immer alles zu berücksichtigen.

Erstrebenswert finde ich,  in Kreisläufen zu wirtschaften und zu nutzen was schon da ist. Das geht bei der Landgröße sicher nur teilweise, doch unter Einbeziehung der Umgebung geht schon eine ganze Menge. Nicht nur bei Naturmaterialien spielt das eine Rolle, auch beim sogenannten „cradle to cradle“, also „aus alt mach nützlich“.

Eingegrabene Baumstümpfe : Sich andiedelnde Pilze sorgen für die langsame Zersetzung des Holzes, das als Langzeitdünger für nahe Obstbäume dienen kann.

In diesem Bereich, der erst kürzlich erschlossen ist, bekommen Jungbäume am Stamm einen Extraschutz gegen Nager und natürlich wird gemulcht.

Eidechsen lieben Feldsteine, die sich in der Sonne erwärmen können und Versteckplätze bieten.

Zwischen Steinen können wunderbare Nischen mit eigenem Mikroklima entstehen.

Kenntnis und Kooperation

Anfangs zählt vor allem, den zu gestaltenden Standort erst einmal besser kennen zu lernen. Ein komplettes Jahr ist wohl das mindeste, um erste brauchbare Aussagen über das lokale Klima treffen zu können. Verlauf der Sonneneintrahlung und der Einfluss des Windes sind die wohl offenkundigsten Faktoren für Gestaltung und Sortenwahl. Dazu kommen das Kennenlernen der vorhandenen Tier- und Pflanzenwelt, der Bodenstrukturen, des Verlaufs von Temperatur und Feuchtigkeit und vieles mehr. Denn hier wird MIT dem vorhanden System gearbeitet und sich nicht darüber erhoben und es eigenen, sturen Vorstellungen versucht zu unterwerfen. Unter’m Strich halte ich diese Herangehensweise für effizienter als konventionelle Methoden, doch man braucht wirklich Geduld, und eine Portion Demut kann auch nicht schaden… „erst kapieren, dann kopieren“. Man selbst wächst auf jeden Fall mit in diesem Prozess.

Erntewald

Flächenmäßig passt derzeit natürlich eher „Wäldchen“. Neben Laub- und Nadelbäumen sollen Sträucher und Bäume mit essbaren Früchten stehen, darunter Eberesche, Holunder, Hasel, Walnuss, Esskastanie (Marone) und auch Obstbäume. Der Grundstein dafür ist bereits gelegt. Konzeptionell besteht eine Verbindung zur Mundraub-Idee, siehe weiter unten.

 

Neue Flächen lasse ich, wenn zeitlich sinnvoll, ein Jahr mit Pappe zugedeckt. Auf diese Weise stirbt ein Großteil der unerwünschten Vegetation darunter ab und der Boden ist anschließend leichter zu erschließen. Da die Pappe Feuchtigkeit durchlässt, beginnt bereits die Bodengare.

Steinkaufen fungieren als Wärmespeicher für Kulturpflanzen und Unterschlupf für zahlreiche Insekten und Lurche. Größere Stein- und Totholzhaufen helfen auch dem Mauswiesel

Wühlmäuse sind in neu angelegten Obstbaum-pflanzungen oft noch ein Problem. Solche Sitzstangen dienen Greifvögeln als Jagdsitz.

Nest mit Wühlmaus-Babies. So ein Anblick verträgt sich schwer mit  Kriegsführung.

Meine eigens konstruierte Abschreckung gegen Wühlmäuse. Codename: „Scher dich weg“

Familienlandsitze

Der Anastasia-Index ist sehr nützlich, damit man wertvolle Informationen in den verschiedenen Bänden schnell wieder findet.

Das inhaltlich wohl umfassendste Leitbild, darin inbegriffen die Permakultur und überhaupt alles, was man in die friedvolle Wechselbeziehung zwischen Mensch und Erde einfließen lassen kann, kann man unter den Gesichtspunkten der Idee der Familienlandsitze wieder finden bzw. darin begreifen. Diese extrem tief gehende „Philosophie“, wie auch ihre enorme Tragweite, sowohl für das Verstehen zahlreiche und eine falsche Richtung gehenden Entwickling derzeit, als auch für die notwendigen Veränderungen, mögen bei oberflächlicher Betrachtung oder unter „Gutmenschen“ zu manchem Missverständnis führen.

Es sind äußerlich von uns bisher nicht viele konkrete Ansätze umgesetzt worden, doch so manches Puzzlestück ist am Platz und es braucht alles seine Zeit, damit es stabil wächst und gedeiht.
Kurzum geht es bei der Familienlandsitzidee um weit mehr als eine bessere nachhaltige Bewirtschaftung. Es geht darum zu erkennen, wer wir sind, warum wir hier sind und was wir als Schöpfer vergessen haben. Was wir an Wissen wieder erlangen können und welche konkreten Mögllichkeiten es dafür gibt es zu erlangen, um eine wahrhaftige Entwicklung zu vollbringen, im vollen Bewusstsein um in liebevoller Beziehung zu und als Teil einer lebendigen Welt voller Wunder, rundet das Bild ab.
Besonders bei den Meinungsverschiedenheiten mit Wühlmaus, Wildkaninchen und Wildschwein besinne ich mich gern an diese so tief inspirierenden Anastasia-Bücher von Wladimir Megre, die mir mit ihrer Weisheit und ihrer Liebe so manche Freudenträne brachten und mein Urvertrauen unwideruflich wach küssten.
Im Fokus stehen konzeptionell etwa der Respekt für jedes Mitgeschöpf, die wahre Astrologie (Wissenschaft von der lebendigen Wechselbeziehung zwischen den Gestirnen und dem Leben auf der Erde), die Reinigung von Mensch und Landsitz von störenden Einflüssen, die Konsequenzen von Missachtung und Manipulation der Natur, die ungünstige Abhängigkeit von der Technik, die Vereinigung von altem und neuen Wissen und wie man einen Familienlandsitz überhaupt gestalten kann. Dabei steht immer im Vordergrund, selbstständig Lösungen zu finden und nicht bloß fertige Konzepte zu kopieren. Weiterhin wird ermutigt, mit der Politik in Dialog zu gehen. Durch den Vorschlag, altes und neues Wissen miteinander in Vernunft und Harmonie in einer neuen Gesellschaft zu vereinen, zeigt die Idee den Geist wahren Fortschritts durch Synergien: Weder noch ist out, sowohl als auch ist in.

Sibirische Zirbelkiefer (Pinus sibirica)

Was wäre so ein Projekt ohne ein kleines Klischè? Natürlich darf die „Königin der Taiga“ bei uns nicht fehlen, auch liebevoll „klingende Zeder Russlands“ genannt. Dabei handelt es um eine Zirbelkiefer oder Arve aus Sibirien, Pinus sibirica. Ihren geistigen Ursprung hat die „Anastasia-Bewegung“ laut den Büchern von W. Megre im fernen Sibirien, wo diese alterwürdigen Zirbelkiefern in riesigen Urwäldern zuhause sind und wo der Autor Anastasia mehrfach begegnete.

Essbare Landschaft, Mundraub, Gemeinwohlgedanke

Viel zu viel wird vom „System“ heuzutage Egoismus als Vorbild eingeredet, obwohl dies nachweislich die Menschheit ruiniert. Es geht auch anders, besser. Die Grundidee ist sehr einfach: Ernten und verschenken oder einfach einige Bereiche frei zugänglich gestalten, so kann sich jeder selbst bedienen. Dabei wird ein gewisses Verantwortungsgefühl voraus gesetzt, es soll ja jeder was abbekommen.

Zahlreiche Obstarten eignen für Sicht- und Windschutzhecken mit essbaren Früchten.

Aronia (Apfelbeere)

Zwetsche

Felsenbirne

Sanddorn

Gestalterisch können zum Beernten frei zugängliche Bereiche stets mit ins Gesamtbild einbezogen werden, etwa meterweise Wildobsthecken und kleinere Beerensträucher zum Wegrand hin vor einer Einzäunung oder (dann unter Aufsicht) in inneren Teilbereichen, wo Nussbäume oder Weinreben wild von Bäumen herunter ranken. Durch das „Fremdbeernten“ wird auch verhindert, dass ein Überschuss der eigenen Ernte vergammelt. In Kooperation mit sozialen Einrichtungen kann man hier ebenfalls viel Gutes bewirken. Bei so einer Gelegenheit kann man gleich noch praktisch mit Ideen direkt vor Ort begeistern, denn viele Einrichtungen nutzen ihr eigenes Potential für eine gewisse Selbstversorung bislang kaum aus. Auf Pflanzen(tausch)börsen kann man vermehrte Pflanzen weiter geben und, und… Es gibt genügend Möglichkeiten, mit etwas gutem Willen auf einfache Weise Impulse zu geben.

Kirschpflaume oder Myrobalane (Prunus cerasifera)

Widerstandsfähiger, offenbar auch klimawandelfester Apfelbaum-Sämling ohne jede Pflege

Brombeere

Walnuss

Klimawandel: Schütze den Boden, spare Wasser, harmonisiere E-Smog

C02 ist ein wichtiger Anzeiger für den durch Sonne und Magnetfeld verursachten Klimawandel. Denn je wärmer es ist, desto mehr entweicht das im (Meer)Wasser gebundene CO2 in die Luft.
Bei der ganzen Klimadebatte wird oft vergessen, dass es nicht um „Treibhausgase“, sondern um bessere Lebensbedingungen geht.

Beim nachhaltigen Wirtschaften ist ‚Klimaschutz‘ stets inbegriffen!

  • Jeder Baum speichert viel CO2. Seine Wurzeln speichern viel Wasser. Gerade Wildobst und Laubbäume bilden ein weit reichendes Wurzelwerk.
  • Die Humusschicht im oberen Boden speichert Wasser und bindet ebenfalls CO2 – viel mehr als ein Boden ohne intakte Humusschicht! Konventionelles Wirtschaften dagegen zerstört die Humusschicht.
  • Mischkulturen und natürliche Biotope fördern eine gesunde Humusschicht.
  • Die weitgehende Vermeidung von bewässerungsabhängigen Obstkulturen durch Sortenwahl und Kultivierungsart spart viel Wasser ein.
  • Ein relevanter und offiziell gern tot geschwiegener Faktor beim Klimawandel sind technische Eingriffe via H.A.A.R.P. und zahlreichen anderen Anlagen dieser Art, in Kombination mit den Chemtrails. Die Folgen des Stresses durch die verwendeten Frequenzen und Chemikalien sind u.a. die Schwächung der Pflanzen und des Bodenlebens, was diese wiederum anfälliger für Trockenstress und Erkrankung macht. Hier schützt eine weitreichende Harmonisierung des E-Smog. (>Link).
  • Wiederverwendung: Durch den Einsatz vieler Gebrauchtmaterialien, u.a. für die Pflanzungen, die Wasserspeicherung und Kastenbeete wird die Umwelt entlastet.
  • Frei von Weichmachern: Wenn es Kunststoff sein muss, dann langlebiges PP oder PE und frei von Weichmachern.
  • Giftfreiheit: Es wird grundsätzlich kein Gift eingesetzt, stattdessen werden die natürlichen Rahmenbedingungen zur natürlichen Ausbalancierung der Populationen von Blattläusen, Zikaden, Wühlmäusen etc. geschaffen und gefördert. Weiterhin werden bei Bedarf schonende Methoden zur gezielten Populationsregulierung eingesetzt, darunter die Anwendung homöopathischer Mittel. Somit gelangt durch die Kultivierung kein Gift in Boden und Grundwasser.

Hier möchte ich noch einen mir lieb gewonnen Satz aus der österreichischen TV-Serie „Der wilde Gärtner“ für dich da lassen:

„Es ist nicht wichtig, was du aus deinem Garten machst,
sondern, was dein Garten aus dir macht.“

Literatur, die uns auf dem Weg begleitet(e):

  • Sepp Holzer’s Permakultur | Sepp Holzer
  • Das große Handbuch Waldgarten | P. Whitefield
  • Anastasia | W. Megre , Bände 1 bis 10
  • Anastasia Gesamtindex Bände 1-10 | Kirsch / Rosemann
  • Homöopathie für Pflanzen | Christiane Maute
  • Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft – Landwirtschaftlicher Kurs | Rudolf Steiner
  • Kompost und Regenwurmzucht | M. Schulze
  • Regenwürmer – Helfer im Garten | Dr. Ralf Klinger
  • Pflanzendevas | Wolf-Dieter Storl
  • Schneckenflüstern statt Schneckenkorn | H.-P. Posavac
  • Heute schon eine Schnecke geküsst? | E. Braunroth
  • Mein Jahr im Garten | Maria Thun
  • „Paradies“ – die biologisch-dynamische Lehr- und Versuchsanstalt von Dipl. Landw. Heinz Erven | Oswald Hitschfeld
  • Meine Hochbeete | Heinz Erven
  • Das Hochbeet | B. Kleinod
  • Der Garten – Anstiftung zur Selbstversorgung | Skankara, Parratee
  • Schneckenfressende Enten im Garten halten (Mathieu Verlag Kiel)
  • Einfälle statt Abfälle: diverse Titel u.a. Sonnenenergie, Öfen aus Lehm, Windenergie, Kompostklo, umweltfreundlich waschen…
  • Handbuch für Selbstversorger | Shankara, Parvatee
  • Sichtschutz im lebendigen Garten | Erckenbrecht / Lutter
  • Der heilige Hain | C. Rätsch
  • Wildbienen – die anderen Bienen | P. Westrich
  • Mein Bienengarten | E. Schwarzer
  • Das Insektenhotel | W. R. Günzel
  • Die kleine Biogarten Praxis | M.-L. Kreuter
  • Der perfekte Biogarten | B. Flowerdew
  • Der spirituelle Garten | E. V. Visse
  • ABC des Gehölzschnitts | J.-Y.-Prat / D. Retournard
  • Der professionalle Obstbaumschnitt | Spornberger u.a.
  • Gärtnern mit der Kraft der vier Elemente | Holler / Klimpt
  • Der keltische Baumkalender | M. Viscoli
  • Heilkräuter und Zauberpflanzen | Wolf-Dieter Storl
  • Kräuterkunde | Wolf-Dieter Storl
  • Essbare Wildpflanzen | Fleischhauer / Guthmann / Spiegelberger
  • Der Komos Heilpflanzenführer | Schönfelder
  • Delikatessen am Wegesrand | Klemme / Holtermann
  • Delikatessen am Wiesenrand | Klemme / Holtermann
  • Delikatessen am Waldrand | Klemme / Holtermann
  • Kräuter-Rezeptbuch | S. Hirsch
  • diverse Bestimmungsbücher zu Insekten und Pilzen
  • Cool it! von Björn Lomborg

 

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Aufteilung und Nutzung

Kulturbereich

Die Fläche ist teilweise eingezäunt und wird innerhalb der Eingrenzung von uns gemischt bewirtschaftet:  Obstbäume,  Wein- und Brombeergestänge, Kastenbeete und Blumen- und Kräuterbeete wechseln sich ab mit Windschutzhecken, Senken und Hügelbeeten. Der Zaun selbst ist teilweise selbst Erntezaun – da gedeihen Hopfen, Wein und Brombeere und bilden nach außen hin zum Teil dichte Schutzhecken. Diese Hecken sind Teil des bereits erwähnten Mundraub-Konzepts.

Wildbereiche

Der nicht eingezäunte Bereich wird etwa zur Hälfte – diese lieg hinter dem Kulturbereich – meist nur einmalig mit Bäumen und Sträuchern gepflanzt und damit die bereits vorhandene Vegetation durch mehr Artenfielfalt aufgewertet sowie die Windschutzfunktion insgesamt verbessert. In diesem Teil finden sich auch scheurere Tiere wie der Dachs und des brütet hier mit Vorliebe der Fasan.
Die andere Häflte liegt weiter vorn, neben dem Kulturbereich und wird nach dem Zupflanzen von Nussbäumen, Obst und Wildobst künftig extensiv durch Mensch und Tier gleichermaßen beerntet, bleibt insgesamt naturbelassene Mischkultur mit geringer Pflege. Die Wiese dort wird nur selten und dann nur partiell gemäht, mit dem Ziel die Artenvielfalt zu erhöhen, besonders im Hinblick auf Blühkräuter und -stauden für Insekten.

Hinter einem der Obsthaine entsteht ein wilder Bereich aus Hecken, Laub- und Nadelhölzern

Auf der anderen Seite wird ebenfalls Natur wachsen gelassen, dort sind einige Einpflanzungen von Streuobst ein geplant

Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft

Grundsätzlich lege ich großen Wert auf naturbelassene Ecken und chemiefreies Arbeiten. Anfangs gab es Ausnahmen mit möglichst schadarmen Spritzungen, wie bei heftigem Befall durch die Kräuselkrankheit am Pfirsich.  Bei Neuzugängen, die noch nicht an den Standort angepasst sind und wo noch keine Unterpflanzungen wirken können, kann das auch heute noch sinnvoll sein.
Mit der Zeit habe ich gelernt, erst einmal in Ruhe zu hinterfragen und zu beobachten, hinein zu fühlen und nicht gleich mit der Kavallerie daher zu kommen, sollte es eine „Plage“ geben. Meist genügt ein gezielter und kurzzeitiger Eingriff an wenigen Pflanzen mit einem hömöopathischen Mittel, einer Kräuterjauche oder eine andere, sanfte Behandlung.
Wie schon beschrieben, setze ich bei Wildverbissdruck inzwischen konsequent auf mechanisches Abschirmen. Und droht ein Wühlmausschaden, setze ich auf Akustische Abwehr und die Förderung natürlicher ‚Fressfeinde‘.

Eine Bewässerung findet nur im Kulturbereich, bei Bedarf und sehr sparsam statt. Es wird viel kompostiert, gemulcht und überhaupt anfallendes Naturmaterial möglichst vor Ort weiter verwendet. Nötige Einrichtung, Werkzeuge und Baumaterial werden, wenn möglich und sinnvoll, gebraucht oder „upcycled“ verwendet. So steht manches Hochbeet auch nach Jahren noch immer funktionstüchtig und besteht dabei aus uralten Wellplatten aus der DDR-Zeit. Und Schwiegerpapas guter, alter Spaten ist heute noch deutlich besser als der aus dem Baumarkt.

Der Astschnitt links wird für den Verbissschutz an Pflanzungen im Wildbereich genutzt.

In meiner kleinen Baumschule ziehe ich Sträucher und Bäume auf. Ein Teil wird im Wildbereich ausgepflanzt.

Weiden und Haseln bilden mit der Zeit eine Grundlage für eigene Flechtmatten und Flechtware. Nadelbäume bieten später Weihnachtsschmuck und Anfeuerholz. Der Bestand an selbst vermehrten einjährigen und mehrjährigen Pflanzen steigt weiter an. Es werden Nützlinge gefördert wo es geht und entsprechende Lebensräume geschaffen – siehe: Leitbilder -> Permakultur.

Ein Teil zu dicht stehender Bäume wird herunter geschnitten oder ab und zu ganz heraus genommen. Das anfallende Schnittmaterial findet direkt vor Ort Verwendung, etwa für Zaunreparaturen, für Totholz-Hecken oder um Neupflanzungen vor Wildverbiss zu schützen. Dickeres Holz und Wurzeln findet sich auch in Totholzhaufen zur Schaffung weiterer Kleinbiotope wieder. Die Nutzung als Brennholz ist derzeit eher eine Ausnahme.

Zu groß ausufernde Brombeerhecken werden zurück geschnitten, solche an nicht erwünschten Stellen entfernt.
Mäuse und Vögel verbreiten viele Samen, was für die Biotopentstehung oftmals hilfreich ist, doch nicht immer. Aufgefundene Neophyten, die sich unkontrolliert vermehren könnten, werden entfernt.

Gartenteich

Gleich zu Anfang wurde im Herzen des Kulturbereichs ein kleiner, fischfreier Gartenteich angelegt und dabei das Konzept eines Naturteichs umgesetzt: Leicht zugängliche Ufer für Kleintiere, artenreiche Wasser- und Randbepflanzung,  teiloffene Wasserfläche. Nahe Sträucher und Hecken bieten Unterschlupfmöglichkeiten und schützende Anflugplätze für Singvögel.

Seitdem und natürlich auch durch die Schaffung vieler weiterer Kleinbiotope explodierte geradezu die Artenvielfalt und Jahr für Jahr kommen immer noch neue Arten dazu. Auch die Windschutzpflanzungen von vor 8-10 Jahren bewirken inzwischen viel.

Am Teich tummeln sich neben Groß- und Kleinlibellen, Geldbrandkäfern und unzähligen Wild- und Honigbienen ab und zu auch junge Ringelnattern. Ein Stockenten-Päärchen  beehrt uns Jahr für Jahr und schenkt uns niedliche Kükenfotos, die unsere Wildkameras einfangen.  Manchmal steht ein Reiher vor dem Teich, der aber nie lange bleibt.

 

Algensammeln für  direkte Biodüngung oder als Kompostbeigabe

Erdkröten verstecken sich tagsüber gern

Eine ganz junge Erdkröte auf ihrem Weg in ein neues Leben

In den ersten Wintern fror der Teich ordentlich ein.

Entenfamilie

Jungfasane

Plattbauch, eine Großlibelle

Eine Kleinlibelle im Giersch, der am Teichrand wächst

10 Jahre Transformation

Durch unser Engagement konnten wir so seit 2009 aus dem einst öden Stückchen „Brandenburger Queckensteppe“ zahlreiche Biotope mit wachsender Artenvielfalt, nachhaltig bewirtschaftete Kulturbereiche sowie einen sich selbst weitgehend überlassenen Wildbereich mit wachsender Artenvielfalt schaffen.

 

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Über den Autor und das Naturprojekt:

Ich hoffe, mein Beitrag gefällt dir ! Bei Fragen, Kritik und Anregungen kannst du mir gern direkt ins Kommentarfeld weiter unten schreiben.

Über mich: Jahrgang 1974, schon immer Naturfreund und gemeinsam mit meiner Frau seit einigen Jahren Hüter über knapp 8000m² Land. Dort entsteht seitdem das Naturprojekt Oase Goldammer.
Mein Anliegen ist es, via Blog und vor Ort Impulse für naturnahes und bewussteres Gärtnern zu geben.

Regionale Garten- und Baumpflege: In und und um Werder (Havel) bin ich gern als Gartenpfleger für dich da und helfe dir auch bei der Auswahl von Kulturen, bei der Gestaltung und mehr - mehr Info

Frühe Frühlingsgrüße aus unserem Garten

- zuletzt geändert am 25.Juni 2017

Momentan habe ich das Gefühl, dass zwei Jahreszeiten gleichzeitig stattfinden. Zum einen der Winter, aber irgendwie ist der Frühling auch schon da. An manchen Tagen denke ich, dass wir schon Ende März haben. Die ersten Frühblüher sprießen überall. Die gelben Krokusse im Garten sind pünktlich, aber manch anderer zeigt auch schon Frühlingsgefühle. Der Löwenzahn blüht seit Januar (…). Die erste Osterglocke hat eine Blütenkapsel gebildet. In der Stadt blühen die Gänseblümchen den ganzen Winter über. Die Amseln und Meisen singen schon morgens herzallerliebst, und die Knospen der Bäume sind schon sehr dick. Aber doch ist alles sehr verhalten, als ob die Natur auf den hier üblichen Märzschnee wartet. Ich freue mich, denn nach dem letztjährigen sehr langen und sehr dunklen Winter genieße ich diesen umso mehr und freue mich, dass wir den ersten Kaffee im Garten schon im Februar trinken konnten. :) Habt eine schöne, sonnige neue Woche! :)

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Winter-Bilder vom Garten (unsere ‚Oase‘)

- zuletzt geändert am 25.Juni 2017

Heute schaute ich mal im Garten nach dem rechten und habe ein paar schöne Winter-Bilder für euch mitgebracht. Nachdem ich eben etwas Frust mit dem Plugin „Easy Gallery“ hatte, weil’s zwar easy aber auch ohne Ergebnis war, habe ich dank der >>Ratgeberseite von Mathias R. Ludwig nun das „WP Photo Album Plus“ – Plugin erfolgreich zum Einsatz gebracht.
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Der grüne Daumen – über Pflanzendevas und Gärtner

- zuletzt geändert am 8.Juli 2020

Während ich dieser Wochen zum zweiten mal das Buch „Pflanzendevas: Die geistig-seelischen Dimensionen der Pflanzen“ von Wolf-Dieter Storl lese und verinnerliche, empfinde ich den Zeitpunkt als stimmig, diesen neuen Leitartikel zu eröffnen. Auch dieser wird, wie unser Garten, niemals „fertig“ und in stetem Wachstum sein, auch wenn dies, wie bei mir üblich, nur sporadisch am Inhalt erkennbar sein wird. weiter lesen →