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Aus der Krise zurück in die Dankbarkeit

- zuletzt geändert am 8.Juli 2020

Es rockt weiter. Nach Turbolenzen im Familiensystem geht es gleich weiter zum materiellen K.o.-Schlag mit mittelbarer und symbolischer Wirkung. Denn wenn im Garten die einzige Wasserversorgung weg bricht, ist das im heißesten und trockensten Sommer seit langer Zeit gar nicht lustig. Anja hat mal nachgeschaut, dieser Sommer ist wohl seit ca. 200 Jahren Rekord. Jedenfalls verabschiedete sich vor einigen Tagen – genauer am Dienstag, genau einen Tag nach der Bestattung für meine Halbschwester – unsere Tiefbrunnenpumpe nach einer halben Stunde Laufzeit, ging einfach aus. Schock; Lebensader des Gartens adè, weil viel zu wenig Regen seit Mai. Dankbarkeit àde. Hallo Frust. Wir wollten doch eigentlich feiern, dass ich ein schwieriges und Kraft zehrendes Familienkapitel hinter mich gebracht hatte. Der erste Wassertank war nicht mal halb aufgefüllt, da ich erst einmal Hecken und Beete versorgen wollte, als sich die Pumpe entschied still zu schweigen. 10 min Wartezeit und noch einmal probiert – nichts. Das haute richtig rein und – 2018 wird das wohl langsam zur Gewohnheit – wieder schnaubte ich dem Universum nur noch entgegen: „Du Arsch. Ich hab die Schnauze voll! Das war’s, ich kündige! Was nimmst du eigentlich?! Admin? ADMIN?! Wie soll man denn, wie geht es denn, dass…“ na und so fort. Heul keuch schnaub krampf. Immerhin 1300 Euro für ein Edelmodell von GRUNDFOS in über 20m Tiefe und dann das. Und unser Brunnenfuzzie? Hat wieder mal keine Zeit, ist ja auch nur ’ne Havarie. Tja, da bleib mal ruhig. Da kamen erstmal Emotionen wie Hilflosigkeit, Frust, Ärger. Ich sah schon alles verdorren, schließlich sind im Wildbereich die ersten jungen Lärchen und Robinien tot, Linde und Esche scheinen zu folgen. In den hecken sind immer mehr Lücken zu sehen, wegen abgestorbener Blätter und Zweige. Das hilft die Kapillarwirkung des Lehmbodens auch nichts mehr; er ist metertief staubtrocken und betonhart.
Was auch immer in diesem Jahr transformiert werden wollte, meine Geduld wurde das diesmal auf jeden fall – in Wut. Echt, es reicht. Verdammte Sauerei. Hört dieser Blödsinn denn gar nicht mehr auf?
Und heute, ich hatte so das Gefühl, es gegen die Vernunft nochmal zu versuchen, springt das Teil frech wieder an – als ob nie was war. So dass ich mich mit meinem schönen, anstrengenden Egoanfall wie ein Vollidiot fühle und Fragezeichen habe, so groß wie Wolkenkratzer. Okay Doc, ich bin soweit, werfen Sie mich in den Jacke. Offenbar will das Universum nur noch eines: Dass ich meinen Verstand verliere.

Soweit der Stand vom Ego aus betrachtet…

… doch nun kommen wir zu etwas völlig anderem. weiter lesen →