Wühlmaus vertreiben ohne Gift und Fallen: ANTI-FU

In diesem Beitrag erfährst du, welche Erfahrungen ich mit Wühlmäusen machte und wie ich zu einer effektiven Vorrichtung kam, um Wühlmäuse ohne Gift, Gas oder Fallen und dazu stromlos und quasi wartungsfrei zu vertreiben. Ich nenne meinen Wühlmaus-Schreck „ANTI-FU“.

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Bauanleitung und Aufstellanleitung für
Wühlmaus-Schreck ANTI-FU

Benötigte Materialien [meine Wahl]

Die vorerst finale Version besteht aus
– Kupferrohr 1m lang, Ø 35mm, Wandstärke 1,2-1,5mm
– GFK-Stab 2m, 8mm Durchm.
– PE-Eimer weiß mit Deckel, 5l
– Rohr-Endkappe PP schwarz, für Rohr-Durchm. 35mm [ebay Art. 321186084015]
– 2 oder 3 Stellringe für Durchm. 8mm [Din 705 A2 AISI 304, ebay Art. 254167077288]

Du brauchst für den Aufbau
– Gummihammer und Hammer mit ca. 1-2kg Gewicht
– Auflage für das Rohr unter’m hammerschlag (kleines Brett z.B.)
– optional Spitzpfahl so dick wie das Rohr (bei steinigem Untergrund empfohlen)
– Wasserwaage
– Inbuschlüssel für die Sechseck-Schraube am Stellring (bei mir sind es 4mm)
– spitze Schere, spitzes Messer oder Bohrer für ein 8mm große Löcher im Eimer

Endkappe und Rohr müssen aufeinander abgestimmt sein, dann kann man im Durchmesser ruhig auch etwas höher gehen. Wird beim Kupferrohr allerdings schnell recht teuer.
Es ist rein schalltechnisch möglich, ein normales Stahlrohr zu nehmen. Aus Gründen der nützlichen, feinstofflichen Eigenschaften des Kupfers ziehe ich dieses trotz des höheren Preises jedoch vor, außerdem rostest es nicht und ist damit langfristig billiger.

Konstruktion

Wühlmaus: clipdealer A6296320

1. Windfang

  • Eimer
    Topf und Deckel werden zusammen gesetzt.
    Der Griff wird mittels Messer oder Schere komplett entfernt, der er nicht benötigt wird auch die Funktion stören kann.
    Nun kommt in den Deckel und in den Boden zentral ein 7-8mm großes Loch – hierdurch wird später der GFK-Stab geführt.
  • GFK-Stab
    Etwa 32cm von einem Ende entfernt wird der erste Stellring gesetzt und fest geschraubt, er dient als Stopper am später unteren Ende.
    Etwa 30cm vom anderen – später oberen – Ende entfernt wird der zweite Stellring gesetzt und leicht fest geschraubt – nur so stark, dass er seine Position hält.
    Nun kommt der Eimer auf das selbe Ende soweit auf den GFK-Stab, dass euch der Deckel fixiert ist. Dabei ist der Deckel unten und der Boden oben. Wenn man will, kann man nun darüber noch einen dritten Stellring platzieren und fest ziehen, ganz oben am Ende des GFK-Stabs.
    Zuletzt wird der Eimer nach oben verschoben, bis er oben durch den dritten Stellring gestoppt wird. Oder er wird, wenn du oben ohne den dritten Stellring arbeitest, vorsichtig nach oben geschoben, bis noch ca. 3cm GFK-Stab darüber frei bleiben. Nun wird der untere Stellring gelockert und bis unter genau dem Deckel des Eimers sitzt und fest gezogen.
    Hier noch eine kleine Anmerkung: Wenn die Löcher in den Kunststoffteilen etwas kleiner als 8mm sind, lässt sich manches leichter auf dem Stab positionieren. Bei der Endkappe jedoch kann es wiederum besser sein, sogar etwas mehr als 8mm zu geben, damit der Windfang sich leichter im Wind bewegt. Einfach ausprobieren!

Nun sitzt der Eimer gut zentriert und fest fixiert an einem, dem oberen Ende des GFK-Stabs. Damit ist der Windfang fertig.

2. Der Resonator

  • Bohre wie in den Eimer mittig in die Endkappe ein 8mm großes Loch.
  • Bei steinigem Untergrund kann das Rohr beim Einschlagen Schaden nehmen. Nutze zum Lochschlagen dann den Spitzpfahl unter Zuhilfenahme der Wasserwaage.
    Das Kupferrohr wird am Platz der Wahl mittels Wasserwaage senkrecht ausgerichtet und mit dem Hammer nun zu ca. 70cm, also 2/3, im Boden versenkt.
  • Jetzt ziehst du das Rohr einmalig ganz gerade und am besten drehend raus, um die im Rohrinneren eingefangene Erde mittels leichten Schlägen mit dem Gummihammer heraus zu bekommen.
  • Setze das nun wieder leere Rohr drehend vorsichtig wieder in das Loch bis Anschlag und ggf. schlage noch 1-2mal mit dem Hammer fest.
  • Setze die bereits gebohrte Endkappe nun oben ins Rohr ein.

Fertig ist der Resonator.

3. Komplettierung: Windfang und Resonator

  • Führe nun den Windfang mit dem unteren Ende des GFK-Stabs vorsichtig durch die Endkappe bis zum Anschlag des unteren, also ersten Stellrings. Damit „hängt“ das untere Ende des GFK-Stabs, wo er innen gegen das Rohr schlägt, in ca. 30 Tiefe und wirkt wie das untere Teil eines Pendels.
  • Da der Windfang nun sitzt, kannst bei Bedarf noch das Verhältnis von oberem und unterem Windfang-Teil verstellen, indem du dazu den Windfang ein Stück heraus ziehst und den unteren Stellring etwas versetzt. So kannst du mittels der Hebelwirkung den Windfang auf eine andere Windempfindlichkeit einstellen, was je nach Standort und Jahreszeit sinnvoll sein kann. Hier wird ganz einfach die Hebelwirkung genutzt.
  • Fertig ist die Konstruktion, die ich scherzeshalber „ANTI-FU“ nenne.
    (Ist ein Wortspiel, „Vu“ heißt „gesehen“ und „Vole“ heißt Wühlmaus, darum ANTI-FU von VOLE SOLUTIONS -> Die Wühlmaus war nicht mehr gesehen.)

4. Funktion des Schlagmechanismus prüfen

Prüfe nun die Funktion, indem du ein Ohr an die Stange hältst und dabei den Windfang antippst, wie beim Wind getroffen. Dieses unsympathische Schaben und Schlagen hört die Wühlmaus bei Wind, nur subjektiv viel lauter als du.

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