Internet-Troll – der Schmerz hinter der Fassade

- zuletzt geändert am 7.September 2015

Oftmals las ich – mal z.B. in Foren, mal in Kommentaren auch auf unseren Seiten, darüber, dass manches Produkt zu teuer sei, mancher Erfinder nur Geld machen wolle, alles eh nur Schwindel sei. Dabei kann ich einen einfachen Zusammenhang feststellen: Je weniger Lust auf gelebte Selbstverantwortung, desto aggressiver der Tonfall, unsachlicher die Aussagen und umso höher der Energieaufwand für Diskussionen bis hin zu übler Nachrede und hasserfüllter Verleumdnung. Diese Eigenschaften leite ich von der destruktiven Energie ab, die ein Schreiber in seine Ausführungen investiert sowie von der Bereitschaft, weder sachlich noch ruhig auf sein Gegenüber einzugehen, kurzum Kommunikationsfähigkeit und -willen zu zeigen.

Sanfte Energie bewirkt, dass man an die Schmerzen erinnert wird, die man in sich trägt.

Anja und ich haben eben kurz darüber gesprochen – na ja, ich habe mehr gekrächzt, muss noch etwas auf mich aufpassen und weiter gesund werden. Das Fazit ist für mich ebenso kurz wie einleuchtend und nicht neu.

Selbstverantwortung ist für manche Menschen unbequem, weil sie davor Angst haben.

Menschen ärgern sich oder werten gute – oftmals „esoterische“ Produkte ab die sie selbst gar nicht kennen, weil sie die individuelle Selbstverantwortung ablehnen. Es ist für sie meist kein Problem, viel Geld für Versicherungen, Medikamente, Konsumschnulli, Urlaub, Hobbies oder legale Drogen auszugeben. Ebenso wenig scheint ihnen die Zeit zu fehlen, sich über Erfinder und Anbieter lautstark zu beschweren – je alternativer und damit angreifbarer diese erscheinen (nicht durch die vermeintliche, konforme Masse geschützt), desto absurder oft die Behauptungen. Ich meine nicht einmal die strategisch arbeitenden Diffarmierungsnetzwerke wie Esowatch/Psiram etc. – einfach nur die privaten Schreiberlinge die man gern als „Trolle“ oder – love it – „Kotlinge“ bezeichnet. Die, die nichts, was sie nicht selbst gut finden, stehen lassen können, die überall hin machen wo sie Dinge vorfinden, die nicht in ihren winzigen flachen Kosmos passen, dorthin wo sie meinen, ihnen passiere nichts. Und gerade dort, wo wahrhaftige Menschen Gutes tun und ihr Werk verrichten, passiert ihnen auch meist nichts, denn die haben besseres zu tun, als Kotlinge mit Kot zu bewerfen.

So manches Mal wollte ich die Kommentarfunktion aus unseren Seiten herausnehmen. Doch jedes Mal erinnerte ich mich an eine alte Wahrheit: Wenn man dich angreift, musst du etwas richtig gemacht haben.

Geht es ums Eingemachte, nämlich darum, ganz ohne das sichernde Maß der „normalen Masse“ und ohne Vormund, auf sich allein gestellt Behauptungen zu untermauern, auf Fragen einzugehen, Produkte selbst zu testen, einen fairen Energieausgleich zu leisten, werden die Kotlinge knauserich und aggressiv und reden sich mit den unglaublichsten Argumenten heraus. Hautpsache, nicht selbstständig im Leben voranschreiten, die anderen sind schließlich immer schuld. Da ist der Engel, reißt ihm die Flügel ab! lautet nicht selten die Devise. Also andere klein halten statt selbst wachsen – so funktioniert das gesamte System in dem wir „leben“. Es ist eigentlich richtig witzig, denn bestätigen diese Energien einfach nur, wer etwas vollkommen RICHTIGES und GUTES tut. Denn Kotlinge beschmieren nie den Dreck, nur saubere Flächen, das sieht man ihr Werk schließlich besser.

Selbstkritik – An meiner eigenen Entwicklung der letzten, sagen wir 10 Jahre, kann ich bestätigen, dass die Konfiktsucht mit wachsendem Urvertrauen und wachsender Selbstverantwortung abnimmt. Ebenso lasse ich mehr Raum für auch nicht nachvollziehbare Aussagen – sie tun mir ja nicht weh. Wobei wir dann auch wieder bei der inneren Souveränität (danke Anja), der Natur der Schöpferkraft sind – Energie auf das Aufbauende zu lenken, statt Vorhandenes zerstören zu wollen.

Um noch einmal auf meine Aussage zu kommen: „Selbstverantwortung ist für viele einfach unbequem, weil sie davor Angst haben.“ Angst wovor? Ich denke, Angst vor der eigenen Größe, Angst davor den Kindergarten zu verlassen um auf eigenen Beinen zu stehen. Angst, den Engeln gleich die Lüfte zu durchfliegen und Schönes zu erschaffen. Sie haben einfach vergessen wer sie sind und müssen sich erst noch erinnern. Dabei kann ihnen die Liebe bestens helfen. Nach dem Motto „Liebe deinen Feind mehr als deinen Freund, denn er braucht die Liebe mehr“ ? Daran werde ich vielleicht arbeiten, für die nächsten 10 Jahre wäre das mal ein Projekt.

Immer wenn ich hasserfüllte Kommentare lese, sehe ich dahinter einen Menschen, der gerade am heulen ist, weil sanfte Energie bewirkt, dass man an die Schmerzen erinnert wird, die man in sich trägt. Also nehmt es nicht persönlich, liebe Barden, denn es sind alles verletzte Kinder. (Ein Leserkommentar unter einem Song von „Die Neuen Barden“, der mich sehr ansprach.

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