Category Archives: Feldversuche

Baumwurzeln zum Absterben bringen: Erfolg mit Bittersalz

- zuletzt geändert am 22.September 2018
Baumwurzel zum Absterben bringen - Löcher gebohrt und nun wird Bittersalz in die Löcher eingebracht

Hilft Bittersalz, um einen Baumstumpf abzutöten?

Es muss bei aller Naturliebe manchmal leider sein : Der Baum stört und muss weg, samt Wurzel. Doch letzteres erfolgreich umzusetzen ist oft leichter gedacht als getan, denn so eine Baumwurzel lässt sich nicht immer so leicht abtöten wie man vielleicht hofft.

Unter den verschiedenen Methoden, einen Baumstumpf oder eine Baumwurzel zum Absterben zu bringen und damit den unerwünschten Baum restlos und entgültig zu entfernen, habe ich dieses Jahr die mit Bittersalz ausprobiert. Darauf kam ich durch einen Beitrag in einem Forum.

Neben dieser Variante kann man noch folgende Möglichkeiten probieren:
– Baumstumpf aushungern, also Licht und Wasser entziehen (dauert sehr lange)
– Kambium nach Herunterschneiden am unteren Stamm beschädigen, hungert langsam die Restkrone aus (Forstmethode wie ich las, dauert aber auch eine Weile)

Die viel besprochenen Kupfernägel, um Bäume zu Absterben zu bringen, sind sicherlich sinnlos. Erstens hilft Kupfer sogar unseren Tomaten bei der Pilzabwehr (> siehe Versuche) und zweitens schottet das Pflanzengewebe Verletzungen letztlich ab. Die Menge an zeitgleich einwirkenden Kupferionen, die für eine wirksame Vergiftung des Baumes nötig wäre, überstiege ganz sicher die Kosten anderer Methoden bei weitem. weiter lesen →

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Homöopathie im Garten: Feldversuche, aktueller Stand

- zuletzt geändert am 24.November 2019
Homöopathie im Garten: Illustration mit Globuli

Homöopathie im Garten

Giftfrei im Garten zu arbeiten ist für mich beinahe selbstverständlich und ich setze etwas härtere Mittel wirklich nur ganz selten ein, wie etwa beim Pfirsich (Details weiter unten). Selbst und biologische Gifte sind und bleiben Gifte. Es gibt zum Glück einen anderen, sanfteren und vollkommen giftfreien Weg, im Garten lenkend und korrigierend einzuwirken. Dabei ist Korrektur eigentlich nur nötig, wenn durch Kulturfehler Pflanzen bereits geschwächt sind. So steht es wohl in jedem vernünftigen Lehrbuch. Doch manchmal ist das nicht so einfach und durch Wetterextreme wie die Trockenheit und Hitze dieses Jahr oder auch unfreiwiligge Fehler können Schwächungen hervorrufen, die nur vorrübergehend sein können. Hier kann neben allgemeinen Maßnahmen die Homöopathie im Garten sinnvoll sein.

Seit letztem Jahr führte ich Dutzende Versuche zur Behandlung mit homöopathischen Mitteln im Garten und auf dem Fensterbrett durch, wobei ich bisher ausschließlich klassische Mittel, also Globuli nehme.

Auf diese Idee kam ich über Britta Maria (Klangraum Freiamt) und das Buch von Christiane Maute: Homöopathie im Garten. Seitdem notiere ich für wichtige Versuche im Gartentagebuch, um den Überblick zu behalten. In diesem Beitrag gebe ich dir, ergänzend zum ersten Beitrag dazu, einen Überblick über einige Versuche.

Übersicht über die Versuche mit der Homöopathie
an Pflanzen im Garten und an Zimmerpflanzen:

  • Ameisen, mit Blattlauskolonie an Pflanze und Ameisennest
  • Blattläuse an Pflanzen, auf Fensterbrett, im Büro und im Garten
  • Schnecken an Jiaogulan und Radieschen
  • Tomate und Tomatenfäule
  • Pfirsich und Kräuselkrankheit
  • Birne und Gitterrost
  • Apfel und Echter Mehltau weiter lesen →
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Essbare Eicheln im Test – alternative Selbstversorgung?

- zuletzt geändert am 17.Februar 2018

Eicheln der Sorten Quercus macrocarpa (Klettenfrüchtige Eiche) und Q. michauxii auf Teller fotografiertDas Wetter hierzulande stellt schon für zahlreiche klassische Obst- und Nussbäume eine wachsende Herausforderung da. Es wird bei der Esskastanie (Castanea sativa) besonders schwierig. Auch Sämlinge reifen zunehmend seltener aus, in exponierter Lage dürfte es kaum noch gelingen.
So bleibt es bei der Suche nach geeigneten Alternativen, die man vielleicht eines Tages auch hier günstig kaufen kann oder die sich sogar zum eigenen Anbau eignen. Solche Bäume setzt man natürlich für sich nur, um beim Großwerden zuzuschauen, aber mehr für künftige Generationen. Wie heißt es so schön: Wer an die Zukunft glaubt, pflanzt Bäume. weiter lesen →

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Basische Körperpflege – Seifen von Sauberkunst

- zuletzt geändert am 8.Juni 2018

Handgemachte Seife aus Werder, Sauberkunst auf der Insel * dazu PH-Test: 7-7,5 (basisch)Über die Wichtigkeit des Basen-Säuren-Haushalts oder des Säure-Basen-Gleichgewichts wurde mit der Zeit immer mehr veröffentlicht und auch ich habe so meine Erfahrungen gesammelt. Anfangs mit Zusatzmittelchen zum Einnehmen, wie Basenwasser oder Basenpulver, kam ich mehr und mehr zur ausgewogenen Ernährung. Das ist bei mir als „Kaffeetante“ auch dringend nötig. Mein Kaffeekonsum ist heute bei weitem nicht mehr auf dem Level der Zeit, in der sich nachts Skripts programmierte, doch auch 2 Tassen am Tag bringen eine Menge Säuren mit. Da es mit der Ernährung so eine Sache ist, methodisch heran zu gehen, lebe ich da nach dem Prinzip: Mein Körper weiß was er braucht und entsprechend stellt sich der Appetit ein. Das klappt meist sehr gut. Besonders offensichtlich wird es, wenn ich (durch Kaffeekonsum) leicht übersäuert bin. Nach dem „Genuss“ eines Glases Wasser mit eingerührtem Basenpulver kommt schnell die Lust auf ein Tässchen Kaffee zurück. weiter lesen →

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Aprikosen aus Kern ziehen – lohnt es sich?

- zuletzt geändert am 7.Oktober 2018
Aprikose in der Blüte (Foto: Anja)

Aprikose in der Blüte (Foto: Anja)

Die Idee, Obst wie Pfirsich oder Aprikose selbst aus Kernen zu ziehen, liegt auf der Hand und macht auch Spaß. Weniger lustig ist es, wenn Jahre später das Ergebnis eher bescheiden ausfällt, die Walnuss etwa kleine, ziemlich bittere Nüsse mit harter Schale hervorbringt, der Pfirsich kleinere Früchte hat, die spät im September reifen (wenn das Wetter es noch zulässt) oder die Anfälligkeit für Krankheiten hoch ist.

Somit kommt die Frage aufkommt: Aprikosen aus Kern ziehen – lohnt es sich oder muss ich veredeln? weiter lesen →

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Mückenschutz – Pflanze mit hoher Wirkung: Storchschnabel

- zuletzt geändert am 24.November 2019

Sommerzeit, Zeit für Mücken – von wegen Frau Merkel sei ein Problem (und die Dame guckt auch immer so blutleer, mhm). Mit dem warmen Wetter, an Gewässern und an feuchteren Tagen ganz besonders kommt die Stechmücke so richtig in Fahrt und macht aus so manchem Naturliebhaber eine gequälte Seele. Vor allem als Nichtraucher ist man der Gearschte, denn auf Tabakgeruch und/oder Nikotin (Nervengift) stehen die Stechmücken natürlich nicht; sie sind zwar biologisch, aber sie sind nicht blöde.1
(Ist schon ein spannendes  Konzept, das mich als Biogärtner daran erinnert, wie uns anfangs die Schnecken aus scheinbar der ganzen Umgebung aufsuchten – „die spritzen nicht, da ist es lecker und gesund, hol die ganze Sippe her!“ – ja, ganz super.)
Zum Glück gibt es auch ohne teure und eventuell nicht unbedenkliche Möglichkeiten, sich vor Mückenstichen zu schützen und ich möchte hier eine aus eigener Erfahrung wirksame vorstellen. weiter lesen →

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Homöopathie im Garten – Schnecken, Ameisen, Blattläuse u.a.

- zuletzt geändert am 5.April 2018

Über die Homöopathie bei Pflanzen und Christiane Mautes fantastisches Buch „Homöopathie bei Pflanzen“ habe ich bereits berichtet und seit einiger Zeit weite ich meine Versuche auch auf „Schädlinge“ wie Blattläuse, Ameisen und Nacktschnecken aus. weiter lesen →

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Test: Pflanzen-Anzucht mit LED-Beleuchtung

- zuletzt geändert am 18.Juli 2017

Durch unseren Umzug haben wir keinen Balkon mehr (der ging einfach nicht abzumontieren, hrr), ein kleines Wermutströpfchen gegenüber der alten Wohnung. Und das kalte Frühjahr zwang mich zusätzlich, eine Indoor-Alternative zu realisieren.

Eigentlich bin ich kein Freund von LED-Beleuchtung; das Licht ist immer noch unnatürlich (sicher perfekt für Knast, Keller und Serien wie „Die Wächter“, ja)  und wer weiß, ob sich nicht wie bei den Sparlampen noch ähnliche Probleme für das Augenlicht heraus stellen, siehe Link unten. Doch die Pflanzen-Anzucht muss ja irgendwie auch bezahlbar bleiben. Leuchtstofflampen wären wirtschaftlich gesehen vielleicht noch besser, doch will ich die Lampen nach der Anzucht generell verwenden.

Ausgesät war vor 4 ein halb Wochen, so liegen heute die Platzierungen (beste zuerst): weiter lesen →

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Das erste Kartoffelturm – Experiment: durchaus gelungen

- zuletzt geändert am 27.Oktober 2016
Kartoffelturm mit der Sorte "Blauer Schwede" im September

Kartoffelturm mit der Sorte „Blauer Schwede“

Ich weiß nicht wie es euch geht, doch Kartoffeln gehören bei mir einfach zum Gärtnern dazu, auch wenn ich sie recht selten esse. Die Sorte „Blauer Schwede“ ist mein Ding: einfach zu ziehen, gute Ernte, braucht wenig Wasser und ist lagerfähig. Und die Optik!! Wow, ein echter Hingucker ist so eine aufgeschnittene Knolle.

Kartoffeln im normalen Gartenboden waren gleich in den ersten Jahren, als ich noch Stroh und Pferdemist durch meine Wurmfarm schon vor Ort hatte, mit dabei. Doch selbst bei gutem Boden kamen wir selten auf 1 Kilogramm oder mehr pro Stock.

Im Frühjahr inspirierte mich ein Video eines Gärtners, der einen sogenannten Kartoffelturm angelegt hatte und mehrere Kilo aus einem einzigen Turm erntete. „Das isses!“ jubelte ich und machte mich gleich ans Werk. Anja hatte einer unserer Lieblingssorten, die ergiebige wie attraktive Sorte „Blauer Schwede“ besorgt. Dieses Sorte kommt bei uns gut klar und mit etwas Tagetes oder Ringelbumen hat sie kaum bis gar keine Fraßschäden an den Knollen. weiter lesen →

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Certosan Verbissschutz-Mittel: enttäuschendes Fazit

- zuletzt geändert am 22.Oktober 2016

Seit den ersten und viel versprechenden Erfahrungen mit Certosan habe ich kürzlich unsere Pflanzungen begutachtet. weiter lesen →

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Pflanzen-Homöopathie: Anleitung und erste Ergebnisse

- zuletzt geändert am 24.November 2019

Homöopathie bei Pflanzen, Schnellanleitung Schritt 2: Nun kommt das informierte Wasser in die Gießkanne.

Über die Homöopathie für Pflanzen schrieb ich bereits im Beitrag mit dem Vortrag von Christiane Maute. Hier geht es um eine kleine Anleitung und meine ersten Erfahrungen mit verschiedenen homöopathischen Mitteln im Garten. weiter lesen →

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Die Evolution der Gewässerheilung: MSQ Mutterwasser

- zuletzt geändert am 26.November 2019

Mit der Heilung der Gewässer – Flüsse, Seen und Meere – helfen wir Mutter Erde. Dafür findest du in diesem Beitrag geeignete Hilfsmittel und eine mentale Übung.

Anleitung für das Beschenken von Gewässern mit MSQ-Produkten

Grundsätzlich besteht in der Anwendung die Gemeinsamkeit, dass bei den MSQ-Produkten für die Erd- und Gewässerheilung einmal aktiviertes Wasser seine Qualität weiter gibt. Somit kann mit vergleichsweise sehr geringem Budget schon viel für die Natur getan werden.

Der Effekt wird bereits in einem einfachen Wasserglas deutlich; einmal abgefüllt, verbleibt die Qualität sehr lange im Wasser und die übliche Verschlechterung, die durch Geruch und Geschmack nachvollzogen werden kann, tritt oftmals erst nach vielen Wochen ein. Die Patina-Bildung ist extrem stark verzögert. weiter lesen →

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Braunfäule an Tomaten – ermutigende Feldversuche

- zuletzt geändert am 21.Juli 2019
Reife Tomaten, Freiland, Stand 2016/08

Reife Tomaten, Freiland 2016/08 (Foto: Anja)

Tomaten sind lecker, gesund und bei und in der Regel leider wenig für das Freiland geeignet. Zu schnell greift die gefürchtete Braunfäule nach Regen auf Blätter und Früchte über und kann so in wenigen Tagen ganze Ernten vernichten.

Feldversuche 2015 und Folgejahre. Spätestens die Septemberregen 2015 gaben in den letzten Jahren den meisten Versuchspflanzen den Rest, selbst bei den Wildtomaten war es bis Mitte Oktober restlos vorbei. Das ist dank einiger Hilfsmittel schon besser als früher, doch erst ab 2016 sind mir wirklich gute Ergebnisse gelungen, weiterhin ganz ohne konventionelle Spritzmittel. Es geht dabei vorrangig  um die  Pflanzenhomöopathie und den oft diskutierten Kupferdraht (allerdings modifiziert), um Tomaten vor der Braunfäule zu schützen. weiter lesen →

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Von der Wildwiese zum Gemüsebeet: ein Plan, Geduld und wenig Arbeit

- zuletzt geändert am 18.September 2016
Pappe auf gemähter Wildwiese ausgelegt und mit Ziegelsteinen beschwert

Pappe auf gemähter Wildwiese ausgelegt und mit Ziegelsteinen beschwert (Foto: icke)

Ich liebe die Erschließung neuer Beetflächen, beinahe so wie guten Kompost anzusetzen und mit Staunen die Umwandlung in den wundervollen (Wurm)Humus zu erleben. Und dabei mag ich es, weitgehend oder ganz ohne Maschinen auszukommen und so ganz mit der Natur im Einklang zu arbeiten.

Die Umwandlung von „wildem Acker“ in ein Gemüse- oder Staudenbeet ist auf unserem Land nicht gerade der leichteste Job. „Unkräuter“ wie Sauerampfer, Brennessel und eine Art Riesenquecke machen es auf die Schnelle praktisch unmöglich, mit geringem Aufwand neue Flächen zu erschließen. Da bliebe nur das im schweren Boden sehr mühsame Aufgraben und händische Entfernen aller Wurzeln – hatten wir schon, danke.
Weil das Gärtnern nun auch Freude machen soll, habe ich in den letzten Jahren ausgetüfftelt wie es geht. Das Schöne an dieser einfachen wie effektiven Methode ist, dass die anfallende Mahd wegen ihrer groben und abwechslungsreichen Beschaffenheit sehr gut als Mulchmaterial für junge Bäume und Sträucher und – man staune – sogar samt reifer Samen für den Kompost geeignet ist. Dazu komme ich später. weiter lesen →

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Homöopathie für Pflanzen – Vortrag von Christiane Maute

- zuletzt geändert am 5.Dezember 2019
Kräuselkrankheit an Tellerpfirsich

Kräuselkrankheit an Tellerpfirsich

Die Gärtner unter euch kennen das bestimmt: zu viel Regen und Frühling und die Pfirsichbäume bekommen die KräuseIkrankheit. In diesem Jahr wahr es besonders heftig und selbst unser stärkster, aus Kern vor Ort gezogener Pfirsichbaum zeigte erstmals Symptome. Quasi völlig fertig war bis Ende Mai der Tellerpfirsich, den es seit Anfang an mehr als die anderen erwischt.

Meist brauche ich mir dank meiner Mischkulturen kaum Sorgen um Pflanzenkrankheiten zu machen und selbst verdichtete Böden kommen durch Aussaaten mit Kleesorten, Rettich, Phacelia, Buchzweizen, Luzerne, Lupine u.s.w. recht schnell ins Gleichgewicht.

Durch Britta Maria vom Klangraum in Freiamt – auch sie gärtnert wie ich mit Leidenschaft und experimentiert generalistisch – bin ich erneut auf die Pflanzenhomöopathie gelenkt worden. Von ihr erhielt mir vor kurzem ein ganzes Set aus Globulis zum Experimentieren als Geschenk, habe ich super gefreut ich gleich mit unserem Sorgenbaum angefangen. So habe ich vor ca. 3 Wochen das erste Mal Natrium sulfuricum C30 am Tellerpfirsich ausgebracht, 2 Wochen später nochmal. Da sich bisher kaum was veränderte, bekam er letzten Sonntag dann Thuja C30. Nun bin ich mal gespannt… weiter lesen →

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