Brücken und Bäume nach Potsdam sollen fallen – PinNN

- zuletzt geändert am 24.November 2019
Der folgende Bericht sollte ursprünglich vor einigen Wochen veröffentlicht werden, wurde jedoch von der linksradikalen Radfahrersekte „Speichentor 7“ mit einem Tarnkappen-Computervirus so infiziert, dass der Bericht erst heute wieder auftauchte – hoffentlich noch rechtzeitig. Den möchten wir euch nicht vorenthalten.

20.10.2015 Potsdam
Wie die PinNN gestern berichtete, seien Verkehrsminister Klipp [inzwischen beurlaubt, Anm. Red.] zufolge durch die bisher durchgeführten Maßnahmen nicht genügend Abgassenkungen durch den innerstädtischen Autoverkehr erfolgt. Man sei nun an dem Punkt angelangt, an dem man „zündende Ideen“ bräuchte und den Klipp insgeheim schon immer wollte. Leider bliebe keine Zeit mehr, dieses Idee an umliegenden Gemeinden vorher ausgiebig zu testen. Doch es gäbe aus den Jahren 1944/45 genügend Nachweise über die Effektivität solcher Not-Maßnahmen. Man sei, so Kipp, daher maximal zuversichtlich, dass der Effekt nach jahrelangen Pleiten diesmal nun nachhaltig positive Auswirkungen für Potsdams Abgaswerte haben würde.

Am Jahresende will Potsdam bekanntester Verkehrsminister seit 1648 seinen Plan „Remagen 2.0“ umsetzen, der sowohl verkehrspolitisch sinnvoll sei wie auch einen lang gehegten Kindheitstraum erfüllen soll. Primäres Ziel seien die nach Potsdam führenden Brückenverbindungswege. „Diesmal klappt’s. Wir haben das Know How, gute Leute und Gott will es!“ – Klipp klingt zuversichtlich. Er wollte schon immer ein leuchtendes Zeichen setzen und würde notfalls als Märtyrer über die Klippe gehen, so äußerte er mit einem romantisch verklärten Gesichtsausdruck. Man würde es schon irgendwann einsehen und ihn postum zum Helden der Nation ausrufen. Leider würde die Aktion wegen der neueren Einfuhrprobleme von passendem Sprengstoff teurer als geplant, doch er versicherte gegenüber der PinNN: „Wie Präsident Meisenbauer schon so treffend sagte, die Bürokratie ist ineffizient, die hält mich nicht auf. Wir schaffen das.“.

Auf unsere Frage, was er gegen die Landverbindungen machen wolle, auf denen sich keine Brücken befinden, entgegnete Klipp patriotisch: „Da sind überall große Bäume mit ganz dicken Stämmen. Mein einer Cousin ist Holzfäller. Und die Feuerwehr mit ihren Motorsägen wird einfach still gelegt, wenn sie unsere Maßnahme sabotieren will. Wir haben hier auch so viel Wasser in Potsdam, da braucht die doch niemand wirklich. Das ist alles schon geregelt. Wir haben so viel von unseren Freunden in den Staaten gelernt. Wenn man was wirklich will, schafft man es auch. Yes, we can!“. Unseren Hinweis auf private Ausleihmöglichkeiten für Motorsägen, zum Beispiel bei der Firma Discher oHG, kommentierte Klipp nur kurz: „jede Form von unüberlegtem Aktionismus seitens der Bürger wird sich nicht auszahlen.“ Was er damit wohl meint?

Wenn alles klippt, ähm klappt, dann ist Potsdam ab dem 1. Januar 2016 nur noch über Luft- und Wasserwege erreichbar. „Ich weiß wirklich nicht, warum die Leute schon wieder so stänkern müssen.“, so Klipp. „Schließlich braucht Potsdam dann nicht mal eine Luftbrücke wie die dummen Berliner damals, wir haben doch Ausweichmöglichkeiten.“ Auf unsere Anfrage bei der Havelbus AG folgte keine offizielle Stellungsnahme dazu, wie die Gemeinde ihre Verkehrsanbindung an Potsdam aufrecht erhalten wolle, sollte Klipp ernst machen. Schließlich sei aus offiziellen Quellen bekannt, dass die Weiße Flotte allein dem Tourismus verpflichtet und keine „Normalmenschtransportorganisation“ sei. Während der Redaktionsarbeiten wurde uns jedoch von Insidern ein Youtube-Video zugespielt, auf denen drei neu lackierte Eisbrecher-Wassertaxis an einem Flussufer und im Vordergrund ein Havelbus zu sehen sind. Schon zwei Stunden später war das Video „aus urheberrechtlichen Gründen“ gesperrt. Stellt das Unternehmen bereits heimlich auf wintertaugliche Wasserfahrzeuge für den Personennahverkehr um? Und wird die Straßenbahn eine U-Bahn, damit Potsdams Radfahrer noch mehr Platz haben („Auch das Rad fahrende Volk braucht Raum!“)? Werden Notfall-Hubschrauber des Klinikums zu Schleusern krimineller Ex-Autofahrer, die sich nicht abhalten lassen wollen, zur Arbeit zu kommen? Wird Potsdam weiterhin mit barocken Schwaben unterwandert, auch wenn alle Brücken zur Außenwelt abgeschnitten sind?

Wir werden berichten, bleiben Sie trocken!

PinNN – Redaktion, Ihr Horst Klippelfink

p.s.

Aus dem Fundus unserer FAQ oder Häufig gestellten Fragen, die keine Antworten verdienen:

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  • Wer ist dieser Herr Klipp?
    Wer?

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2 Replies

2 replies on “Brücken und Bäume nach Potsdam sollen fallen – PinNN”

  1. Rene sagt:

    Guten Tag zusammen,

    ich kann Potsdam nur empfehlen ist immer eine Reise wert. Hat sehr viele Sehenswürdigkeiten. Leider kommt das nur selten zur Geltung den wie ich finde steht Potsdam immer im Schatten von Berlin.
    Nur natürlich sollte die Infrastruktur in Potsdam auch weiter angekurbelt werden damit hier auch der Standort wieder Interessant wird. Aber man sollte neben Potsdam auch andere Städte wie z.B. Dresden sehen die mit Ihren Sehenswürdigkeiten und Kultur auch sehr viel zu bieten hat. Wie seht Ihr das? Würde mich über eure Nachrichten auch sehr freuen.

    Lieben Gruß

    René

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